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Zweiter Wahlgang in Horw: CVP wohl
mit Stimmfreigabe, L20 hält sich alle Optionen offen

Am 23. Juni kommt es zum zweiten Wahlgang für den Horwer Gemeinderat. Die FDP tritt mit Francesca Schoch gegen SVP-Kandidat Oliver Imfeld an. Eine Rolle dürfte dabei spielen, wie sich die anderen Parteien verhalten.
Stefan Dähler

Ein Sitz ist noch frei. Nachdem am Sonntag Claudia Röösli (L20) als einzige Kandidatin das absolute Mehr erreicht hat, kämpfen Francesca Schoch (FDP) und Oliver Imfeld (SVP) um den letzten verbleibenden Gemeinderatssitz. Einwohnerrat Imfeld holte am Sonntag mit 1879 mehr Stimmen als die politische Neueinsteigerin Schoch (1700) und gilt für den zweiten Wahlgang am 23. Juni daher eher als Favorit.

Eine Rolle wird aber auch spielen, wie sich die anderen beiden Horwer Parteien, L20 und CVP, verhalten. Schoch betonte am Sonntag, dass sie durchaus positive Signale erhalten habe. Die L20, die nun ihren Sitz im Gemeinderat auf sicher hat, lässt sich noch nicht in die Karten blicken. Der erste Wahlgang habe gezeigt, dass man ein grosses Wählerpotenzial habe, sagt L20-Präsident Jörg Stalder. Man stelle zudem die zweitstärkste Fraktion im Einwohnerrat. Wie man nun weiterfährt, müsse man noch intern besprechen. Der Entscheid soll bis am Donnerstag fallen, dann endet die Eingabefrist für den zweiten Wahlgang.

Konkordanz oder Frauenförderung?

Auch die CVP hat sich gemäss Präsident Ivan Studer noch nicht abgesprochen. «Ich gehe aber davon aus, dass sich im Vergleich zum ersten Wahlgang nichts ändert.» Damals unterstützte die CVP Claudia Röösli, die nun gewählt worden ist. Die logische Folge wäre also eine Stimmfreigabe für den zweiten Wahlgang. «Die Konkordanz würde für die SVP sprechen, doch Oliver Imfelds politisches Profil ist ziemlich weit von der CVP entfernt.» Die Frauenförderung dagegen wäre ein Argument für Francesca Schoch. «Gegen sie spricht aus meiner Sicht aber ihre fehlende politische Erfahrung, die für die Arbeit im Gemeinderat, wo viele Sachgeschäfte behandelt werden, wichtig wäre.»

Eine Sprengkandidatur ist für die CVP kein Thema. «Dann hätten wir schon im ersten Wahlgang kandidiert», sagt Studer. «Wir sind mit zwei Gemeinderäten gut vertreten, ein Anrecht auf einen dritten Sitz besteht nicht.» Weiter stellen derzeit L20, SVP und FDP je einen Gemeinderat.

Die Ersatzwahl wurde nötig, weil Oskar Mathis (L20) und Robert Odermatt (SVP) im September zurücktreten. Wird die FDP-Kandidatin gewählt, wäre ihre Partei doppelt und die SVP nicht mehr im Gemeinderat vertreten.

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