ZWEITMEINUNG: Kapellbrückebilder-Kopien: Gutachten zerzaust

Der ehemals höchste Schweizer Denkmalpfleger André Meyer kritisiert das Gutachten des Bundes zu den Kopien der Luzerner Kapellbrückenbilder. Und spricht von Befangenheit.

Drucken
Teilen
Die Kapellbrückenbilder-Kopien, hier aufgehängt an der Luga im April 2009. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Die Kapellbrückenbilder-Kopien, hier aufgehängt an der Luga im April 2009. (Bild Roger Grütter/Neue LZ)

Jetzt gibt es einen neuen Aspekt in der Diskussion um die 146 Kopien der Kapellbrücke-Bilder – den Vorwurf der Befangenheit an die Adresse der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD). «Die Kommission kann nicht in eigener Sache gutachterlich auftreten», sagt André Meyer, ehemaliger Luzerner Denkmalpfleger und ehemaliger Präsident der EKD. Meyer kritisiert mit seiner Aussage die Tatsache, dass die EKD bereits die heutige Hängeordnung der Kapellbrücke-Bilder mitverantwortet hat. Folglich habe sie mit dem neuen Gutachten zur Qualität der Kopien die eigene Arbeit nicht umstossen wollen. Meyer: «Das Gutachten ist eine Farce.»

«Den Vorwurf der Befangenheit kann ich so nicht stehen lassen. Die Kommission arbeitet unabhängig», sagt Johann Mürner, Chef der Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege beim Bundesamt für Kultur. Die Kommission habe die neue Ausgangslage seriös beurteilt und nicht einfach die bestehende Hängeordnung bestätigt.

Jérôme Martinu

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.