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Horwer Zwischenbühne soll zum «Kultur-Leuchtturm» werden

Der Gemeinderat von Horw will die Ausstrahlung des Kulturhauses erhöhen. Dafür braucht es aber mehr Geld.
Robert Knobel

Die «Zwischenbühne» in Horw ist in jüngster Zeit ziemlich ins Trudeln geraten: Die Veranstaltungen waren immer weniger ausgelastet, und es wurde zunehmend schwierig, Freiwillige zu finden, die sich für den kleinen Kulturraum engagieren. Es wurde zwar eine inhaltliche Neuausrichtung diskutiert, aber den Turnaround brachte dies bisher nicht.

Nun will der Horwer Gemeinderat Gegensteuer geben. In einem Planungsbericht zeigt er auf, wie die Zwischenbühne zum «Kulturhaus Horw», ja sogar zu einem «Kultur-Leuchtturm» werden soll. Natürlich geht das nicht ohne zusätzliches Geld. In den nächsten drei Jahren soll die Gemeinde Horw rund 180000 Franken in die Zwischenbühne investieren – zusätzlich zu den jährlichen Subventionen von 20000 Franken. Eingespart werden sollen die zusätzlichen Aufwendungen unter anderem durch den Verzicht auf ein grosses Kulturprojekt.

Klares Profil mit regionaler Ausstrahlung

Ein solches hatte die Gemeinde bisher jeweils alle paar Jahre organisiert. 2015 sorgte etwa das Projekt «Halbinsel» mit über 50 Veranstaltungen für Aufsehen. Doch gemäss dem Horwer Gemeinderat ist es sinnvoll, die kulturellen Aktivitäten verstärkt auf die Zwischenbühne zu fokussieren, um dem Haus ein klares Profil mit regionaler Ausstrahlung zu verleihen.

Als Drehscheibe des Horwer Kulturgeschehens soll künftig die Kunst- und Kulturkommission fungieren. Diese ist heute für die Vergabe des Horwer Kulturpreises, für Unterstützungsbeiträge sowie für die Koordination von kulturellen Anlässen in Horw verantwortlich. Für das Kulturprogramm soll künftig eine eigene Programmgruppe zuständig sein, welche aus verschiedenen Interessenvertretern – darunter natürlich die Zwischenbühne – bestehen soll.

Bis zu 45 Anlässe pro Jahr

Die Programmgruppe soll festlegen, welche Anlässe in Horw stattfinden sollen und wo. Allein in der Zwischenbühne soll die Zahl der Veranstaltungen deutlich steigen: von 35 im Jahr 2020 auf 45 zwei Jahre später. Dabei sollen keineswegs nur Eigenveranstaltungen stattfinden. Die Zwischenbühne soll auch für externe Veranstalter aus der Gemeinde Horw zur Verfügung stehen – etwa für die Musikschule. Diese bezahlen eine Veranstaltungspauschale von 300 bis 500 Franken, welche ebenfalls zur finanziellen Sanierung der Zwischenbühne beitragen sollen.

Zwischenbühne soll professioneller werden

Hinzu kommen jährlich 10000 Franken aus dem Topf der Regionalkonferenz Kultur Luzern (RKK). Der Gemeinderat hofft, dass dieser Betrag bald wieder auf das Niveau von 2018 (14500 Franken) erhöht werden kann. Im Sinne einer Professionalisierung der Zwischenbühne sollen auch die Stellen aufgestockt werden. War bisher einzig die Geschäftsleitung in einem 20-Prozent-Pensum bezahlt, so soll das Stellenvolumen auf total 100 Prozent steigen. Damit sollen künftig weitere Bereiche professionalisiert werden und nicht mehr auf Freiwilligenarbeit basieren – so etwa die Haustechnik, die Programmation und die Öffentlichkeitsarbeit.

Der ausgearbeitete Planungsbericht «Transformation Zwischenbühne Horw zum Kulturhaus Horw» wird dem Horwer Einwohnerrat am 19. September vorgelegt.

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