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Luzerner wollen den bekannten Laufsportanlass «Zugerberg Classic» retten

Das beliebte Zuger Bergrennen soll nun doch weitergeführt werden. Die Organisatoren des Luzerner Stadtlaufs und des Swiss City Marathon Lucerne möchten den Traditionsanlass wiederbeleben.
David von Moos
Ein Läufer kämpft sich am Zugerberg Classic die Strecke hinauf. (Bild: Maria Schmid (Zug, 6. Mai 2018))

Ein Läufer kämpft sich am Zugerberg Classic die Strecke hinauf. (Bild: Maria Schmid (Zug, 6. Mai 2018))

Die Enttäuschung war gross, als Ende November bekannt wurde, dass der traditionelle Zuger Sportanlass künftig nicht mehr stattfinden soll. Der Mangel an Helfern und OK-Mitgliedern hätte zu diesem Entscheid geführt, teilten die Veranstalter damals mit (wir berichteten).

Kurz vor Weihnachten nun zeichnet sich für den beliebten Traditionsevent eine regionale Nachfolgelösung ab. «Der Berglauf der Zugerberg Classic soll als wichtiger Event im Zentralschweizer Laufkalender erhalten bleiben», teilte die Luzerner Firma Athletics Sportconsulting GmbH am Donnerstag mit. «Wie bei unseren anderen beiden grossen Laufveranstaltungen, dem Luzerner Stadtlauf und dem Swiss City Marathon, möchten wir die Bevölkerung bewegen und die Gesundheit fördern», erklärt Projektleiter Andreas Grüter von der Luzerner Firma Athletics Sportconsulting GmbH auf Anfrage.

Die Organisatoren des Luzerner Stadtlaufs und des Swiss City Marathon Lucerne würden aktuell die neue Trägerschaft für die Zuger Laufveranstaltung aufbauen. Von den erfolglosen Bemühungen ihrer Vorgänger lassen sich die Luzerner Sportveranstalter nicht abschrecken: «Durch unsere anderen Laufveranstaltungen besitzen wir ein Netzwerk, auf das wir zurückgreifen können», sagt Grüter. «Zudem hoffen wir natürlich, dass sich bisherige Sponsoren auch weiterhin engagieren werden, auch wenn der Hauptsponsor ausgestiegen ist.»

Die Zugerberg Classic soll eine eigenständige Veranstaltung bleiben, wie Andreas Grüter betont. «Klar arbeiten dann im Hintergrund zum Teil dieselben Leute, die auch schon beim Luzerner Stadtlauf und beim Swiss City Marathon die Fäden ziehen.» Aber man sehe da natürlich Synergien, die man nutzen könne. «Es geht um Knowhow, um Erfahrung, aber auch in Sachen Kommunikation macht das Engagement für die Zugerberg Classic Sinn.»

Anlass soll sich öffnen

Mit spannenden Rennformaten soll die Bevölkerung der Region Zug an und auf ihrem Hausberg bewegt werden. Aktuell werde das Veranstaltungskonzept überarbeitet. Vieles ist laut Grüter noch offen. Nächstens kläre man mit den Behörden weitere Details. «Ich denke, wir müssen den Anlass nicht neu erfinden. Wir können ihn aber punktuell optimieren.» Etwa müsse man schauen, wie der Anlass künftig positioniert werden solle. «Wollen wir wie bisher einen auf eher ambitionierte Hobbysportler ausgerichteten Sportevent, oder soll das Ganze mehr in Richtung Breitensport-Anlass gehen, so wie das zum Beispiel beim Stadtlauf der Fall ist?» Auf Nachfrage hin wird Grüter etwas genauer: Man plane, die Zugerberg Classig zwar nach wie vor als Berglauf zu positionieren, weiterhin mit verschiedenen Kategorien, aber weniger leistungsbezogen. «Der Anlass soll sich öffnen und so auch vermehrt für Hobbyläufer und Neueinsteiger attraktiv werden.»

Wann die Zugerberg Classic künftig stattfinden soll, müsse noch festgelegt werden. «Bis anhin war es immer am ersten Sonntag im Mai, aber 2019 wäre das ein Tag nach dem Luzerner Stadtlauf und am gleichen Tag wie Red Bull Wings for Live, welcher in Zug stattfindet.» Klar sei aber, dass der Anlass wie bisher im Frühling über die Bühne gehen soll.

Ob weiterhin eine Bike-Strecke angeboten wird, ist derzeit noch unklar. «Letztlich geht es um das Kosten-Nutzen-Verhältnis des Kategorienangebots», sagt Grüter. Der Aufwand für das bisherige Bikerennen sei viel grösser als für den Lauf, und das nicht nur, weil die Rennstrecke da etwa vier Mal so lang sei wie die Laufstrecke. «Man benötigt auch mehr Helfer, um die Streckenposten zu sichern. Ohne das Bikerennen müssten ausserdem wesentlich weniger Bewilligungen eingeholt werden.»

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