LUZERN/NIDWALDEN/OBWALDEN: Die Post kommt neu erst mittags

Ab September warten in mehreren Gemeinden in den Kantonen Luzern, Nid- und Obwalden tausende Kunden länger auf ihre Post. Die Gemeinden wussten davon nichts.

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Kommts so weit? Ehestreit wegen Schneckenpost.(Karikatur Jals)

Kommts so weit? Ehestreit wegen Schneckenpost.(Karikatur Jals)

Die Post testet ein neues Zustellsystem: In den Orten Kriens, Obernau, Horw, Kastanienbaum, Hergiswil, Sarnen, Kerns, Wilen und Stalden erhalten die Privatkunden ihre Post ab September zum Teil erst am Mittag, «spätestens aber bis 13 Uhr», wie Post-Sprecher Mariano Masserini verspricht. Grund für die Neuerung: Die Zustelltouren der Briefträger ändern, und neu werden zuerst die Geschäftskunden bedient. Insgesamt 27'000 Privat- und Geschäftskunden sind vom Test betroffen.

Gemeinden sind erstaunt
Die Testgemeinden sind überrascht. «Davon wussten wir überhaupt nichts», sagen unisono die Gemeindepräsidenten von Kriens, Hergiswil und Kerns. Wenig erfreut zeigt sich auch die Regulierungsbehörde des Bundes, die PostReg. «Die Post baut immer mehr Leistungen auf Kosten der Kunden ab», sagt PostReg-Sprecherin Sibylle Stillhart. «Es darf keine weiteren Abstriche bei der Grundversorgung mehr geben.» Der Test dauert drei Monate. Erst danach wird über eine definitive Einführung entschieden.

Jan Flückiger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.