LUZERN/OBWALDEN: Villenzonen: Der Bund bläst zum Angriff

Der Bundesrat will in Zukunft gegen Villenzonen vorgehen. Er droht mit Beschwerden. Luzern und Obwalden reagieren gelassen auf die harschen Töne aus Bern.

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Unter anderem in Aesch werden derzeit Villenzonen geprüft. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Unter anderem in Aesch werden derzeit Villenzonen geprüft. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Villenzonen, die Reichen vorbehalten sind oder nicht an Siedlungsgebiete grenzen, will der Bundesrat mit Beschwerden an die Kantone bekämpfen. Dies schreibt er in einer Antwort auf eine Anfrage der Solothurner Nationalrätin Brigit Wyss (Grüne). Vorgehen will der Bund vor allem gegen Villenzonen, die exklusiv an Gutverdienende verkauft werden und die nicht an bestehendes Siedlungsgebiet grenzen.

Im Luzerner Baudepartement nimmt man die Forderungen gelassen. «An der letzten Session hat der Kantonsrat entschieden, dass die Grundlagen für Villenzonen im Richtplan bleiben», sagt Departementssekretär Hans-Peter Bossart. Auch im Kanton Obwalden rechnet man damit, dass die Absichtserklärung des Bundesrates keinen Einfluss auf den Kanton hat. Den Zentralschweizer Villenzonengegner gibt die Antwort des Bundes jedoch Aufwind: Die SP Luzern etwa verlangte am Donnerstag vom Regierungsrat, dass die Wohnschwerpunkte im Sinn von Villenzonen aus dem Richtplan gestrichen werden.

Luzia Mattmann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.