Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

LZ-Weihnachtsaktion: Für kranken Bergbauer ist Aufgeben keine Option

Vor einem Jahr war das Leben des jungen Landwirts und Familienvaters Ueli Gabriel nahezu perfekt. Dann erhielt er eine erschütternde Diagnose. Besonders schlimm: Der Tumor kann nicht entfernt werden. Auch seine Familie leidet mit.
Arno Renggli
Daniela und Ueli Gabriel mit ihren beiden Kindern (2 und 6) auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb. Bild: Dominik Wunderli (5. Dezember 2018)

Daniela und Ueli Gabriel mit ihren beiden Kindern (2 und 6) auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb. Bild: Dominik Wunderli (5. Dezember 2018)

Heute ist ein guter Tag für Ueli Gabriel. Vergleichsweise. Das heisst, der 38-jährige Nidwaldner Landwirt kann ein paar Schritte gehen, am Tisch sitzen und mit uns reden. Er hat keine Schmerzen. An schlechten Tagen – und diese gibt es im steten Wechsel mit guten – bedeutet das: Er ist so müde, dass er kaum aufstehen mag. Übelkeit plagt ihn, und er hat Schmerzen im ganzen Körper, bei denen auch die starken Schmerzmittel nicht immer genügen.

Schlechte Tage sind für seine Familie besonders schwer. Er kann nicht wirklich für sie da sein, sein Zustand schlägt ihm aufs Gemüt, er reagiert auch mal abweisend oder unwirsch. Trotzdem ist seine Familie für ihn die grösste Motivation, nicht aufzugeben, zu kämpfen, weiterzuleben. «Ohne sie würde ich es wohl nicht schaffen», sagt er.

«Ich muss mit einer tickenden Zeitbombe leben»

Dabei ist seine Krebserkrankung besonders schlimm. Zwar erfolgte die Diagnose im Februar in einem relativ frühen Studium. Und inzwischen scheint die Chemotherapie richtig zusammengesetzt zu sein und zu wirken. Es erweist sich als sehr schwierig, für diese seltene Art von Krebs die geeignete Therapie zu finden. Ziel ist es, das Wachstum zu stoppen und zu verhindern, dass es weitere Ableger gibt. Denn diese sind hauptsächlich verantwortlich für die starken Schmerzen. Der Tumor kann operativ nicht entfernt werden. «Ich werde mich damit abfinden müssen, dass eine Heilung wohl nie endgültig sein wird. Ich werde quasi mit einer tickenden Zeitbombe leben.»

Leben – das ist das entscheidende Wort. Und für den jungen Landwirt ist Aufgeben schon gar keine Option. Es gibt zu vieles, wofür er gebraucht wird, zu vieles, was ihm wichtig ist. Neben seiner Frau und den beiden Kindern gehört auch der Hof dazu, der seit Generationen von seiner Familie bestellt und gepflegt wird. «Das ist eine Lebensaufgabe», sagt Ueli Gabriel. Und eine Berufung: «Die Arbeit auf dem Hof und mit den Tieren bedeutet mir viel.» Leider schafft er das nicht, solange die Krankheit und die Chemotherapie derart an seinen Kräften zehren. Fast 15 Kilo hat er abgenommen, man sieht ihm die Müdigkeit und den Gewichtsverlust an.

Wo wir helfen

Jedes Jahr können wir in weit über 3000 Fällen helfen. An dieser Stelle berichten wir exemplarisch über Menschen, denen Ihre Spende zugute kommen.

Um den Hof, auf dem in der Bergzone 1 mit 23 Kühen Milchwirtschaft betrieben wird, am Laufen zu halten, muss Ehefrau Daniela noch mehr arbeiten als vorher. Und dies nebst allem, was sonst auch an ihr hängen bleibt, von der Kinderbetreuung bis zur Administration und Terminplanung. Und dies alles, obschon sie natürlich auch emotional sehr stark involviert ist: Es geht um ihren Mann, den Vater ihrer Kinder und somit auch um ihr eigenes Leben. «Ich komme schon auch an meine Grenzen», gibt sie zu.

Ein Betriebshelfer musste engagiert werden, was finanziell eine grosse Belastung ist. Zwar erhält Ueli Gabriel Taggelder, aber die krankheitsbedingten Kosten sowie die Ausfälle des Nebenjobs, den er vor allem während der Wintermonate macht, können diese nicht auffangen. Die LZ-Weihnachtsaktion hilft mit einem Beitrag, den finanziellen Engpass zu überwinden und so wenigsten eine der Sorgen etwas zu lindern. Der Beitrag soll der Familie auch Mut machen, denn die mentale Ebene ist gerade bei einer Krebserkrankung sehr wichtig.

«Man realisiert, was wirklich wichtig ist»

Genau das weiss auch Ueli Gabriel. Und er will sich nicht ständig von der Krankheit herunterziehen lassen. Er hat gelernt, lange Phasen des Grübelns und Haderns zu vermeiden. Und versucht, gar positive Aspekte zu sehen: «In solchen Situationen realisiert man, wie vieles unwichtig ist, etwa Besitz oder Erfolg. Was wirklich zählt, ist die Gesundheit, keine Schmerzen zu haben, und die Menschen um einen, die Familie an erster Stelle.» Auch seine Frau hat Veränderungen bemerkt: «Wenn wir mal Zeit haben, miteinander zu reden, ist er viel klarer in seinen Aussagen und hat viel mehr Tiefe.»

Von der Familie kommt viel zurück. Das zweijährige Söhnchen erweist sich bei unserem Besuch als gut gelaunter Sonnenschein: «So ist er fast immer», lächelt Daniela Gabriel. Und die sechsjährige Tochter, die recht gut versteht, dass ihr Papi krank ist, viel zum Arzt muss und oft nicht aufstehen kann, trägt ihre Bürde mit grosser Tapferkeit. Nur ab und zu sagt sie: «Die bösen Käferli sollen endlich weg.» Sie meint damit die Krebserkrankung. Es wäre ein grosser Schritt in ein wieder positives Leben. Wir wünschen es der Familie von ganzem Herzen.

So können Sie spenden

Am Freitag, 7. Dezember ist der gedruckten Ausgabe unserer Zeitung letztmals der Einzahlungsschein zur diesjährigen LZ-Weihnachtsaktion beigelegt. Zum 23. Mal sammelt sie mit ihren Regionalausgaben für Menschen in der Zentralschweiz, die in Not geraten sind. Spenden können Sie auf das Postkonto 60-33377-5 und auf www.luzernerzeitung.ch/weihnachtsaktion. Auch SMS-Spenden sind möglich: Wählen Sie Nummer 488 und schreiben Sie LZWA plus Frankenbetrag (nur Zahl). Wir danken herzlich für jeden Beitrag!

Die LZ-Weihnachtsaktion ist in unserer Region fest verankert. 2017 wurde mit rund 4,79 Millionen Franken ein Spendenrekord realisiert. Die Zahl der Spenderinnen und Spender wuchs auf 16557, was ebenfalls Rekord ist. Seit der Gründung im Jahr 1996 wurden total über 49 Millionen Franken gesammelt. Jedes Gesuch wird sorgfältig geprüft Wie willkommen diese Hilfe ist, zeigt die Zahl der Hilfsgesuche, die sich letztes Jahr auf rund 3700 belief. Auch dieses Jahr haben wir bereits wieder über 2200 Anfragen erhalten.

Gesuche können nur von Gemeinden oder sozialen Institutionen, nicht aber von Privatpersonen eingereicht werden. Jedes wird vom Beirat sorgfältig geprüft. Dieser besteht aus 13 ehrenamtlich tätigen Sozialfachleuten aus der ganzen Zentralschweiz. Beiratspräsident ist Urs W. Studer, alt Stadtpräsident von Luzern. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Sammlung, die erneut vielen Menschen in unserer Region helfen und neue Hoffnung geben wird.

Geschäftsstelle der LZ-Weihnachtsaktion: Elisabeth Portmann, Geschäftsleiterin. Kontakt: lzweihnachtsaktion@lzmedien.ch, Tel. 041 429 54 04.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.