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LZ-Weihnachtsaktion: Wie ein Bub Geld für eine an Krebs verstorbene Frau gesammelt hat

Sämi Klein ist 10 Jahre alt, als er erfährt, dass die Mutter einer Schulkameradin an Krebs verstorben ist. Er beschliesst, etwas zu tun. Mit seinem Alphorn sammelt er Geld. Und wie reagiert die Luzerner Polizei, als er ohne Bewilligung auftritt?
Arno Renggli
Bereits zu dritt im Einsatz für den guten Zweck: Sämi Klein (12, Mitte) und seine beiden "Schüler", Schwester Lina (10) und Mutter Claudia (41). (Bild: Manuela Jans-Koch, 29. November 2018)

Bereits zu dritt im Einsatz für den guten Zweck: Sämi Klein (12, Mitte) und seine beiden "Schüler", Schwester Lina (10) und Mutter Claudia (41). (Bild: Manuela Jans-Koch, 29. November 2018)

Vor zwei Jahren berichteten wir über eine Familie aus dem Luzerner Seetal. Die Mutter von vier Kindern war an Krebs verstorben, die LZ-Weihnachtsaktion unterstützte den nun alleinerziehenden Vater mit einem Beitrag.

Sämi Klein aus Mosen ist damals das Schulgspänli eines der betroffenen Kinder. Und er will helfen, irgendwie. Da erinnert er sich, dass der Vater seiner Schulkameradin begeistert war, als Sämi in der Schule einen Vortrag zum Thema Alphorn gehalten hatte. Und er beschliesst, mit dem Alphorn Geld zu sammeln für die LZ-Weihnachtsaktion, von der er in der Zeitung vernommen hat. So fährt ihn seine Mutter eines Nachmittags nach Luzern, Sämi konzertiert solo auf dem Hirschenplatz. Und die Passanten werfen insgesamt 690 Franken in seinen Hut. Irgendwann taucht ein Polizist auf.

Ordnungshüter zückt das Portemonnaie

Wie sich herausstellt, hat niemand in Sämis Familie daran gedacht, dass es für einen solchen Auftritt eine Bewilligung braucht. Dem Ordnungshüter wird die Sachlage erklärt. Der zückt statt eines Bussenzettels sein Portemonnaie und legt eine Zehnernote in Sämis Hut.

Ein Jahr später tritt Sämi erneut für die LZ-Weihnachtsaktion auf. Diesmal natürlich mit Bewilligung. Und mit seiner Mutter Claudia. Denn die hat in der Zwischenzeit auch mit dem Alphornspielen angefangen, unterrichtet von Sämi persönlich. Und für die zweite Stimme reicht es schon.

Und dieses Jahr? Man glaubt es kaum, aber jetzt sind sie zu dritt. Der inzwischen 12-jährige Sämi hat auch noch seine jüngere Schwester Lina eingespannt, die an Weihnachten vorher mit dem Alphornspiel begonnen hatte. Das Trio tritt an verschiedenen Plätzen in Luzern auf. Die Bewilligung haben sie natürlich auch diesmal. Diese hat 80 Franken gekostet.

Einer kommt noch

Als am Start-Anlass der LZ-Weihnachtsaktion ein Gast davon erfuhr, überreichte er Sämi spontan einen Hunderter. Sämi schmunzelt: «Total bekam ich da sogar 170 Franken und hatte also bereits ein Startkapital.» Bei ihren Auftritten sammeln die drei 1059 Franken. Sämi ist natürlich sehr zufrieden. Und hat auch eine sehr positive Erfahrung gemacht: «Um etwas zu bewirken, braucht es einfach eine Idee und ein wenig Mut.»

Kann es noch besser kommen? Es kann! Denn Sämi hat noch ein weiteres Geschwister, einen achtjährigen Bruder. Man kann schon fast damit rechnen, dass aus dem Trio vielleicht schon nächstes Jahr ein Quartett wird. Sämi, es ist einfach toll, was du da machst!

Am Samstag 22. Dezember, treten Sämi Klein und sein Trio bei trockenem Wetter nochmals in Luzern auf: 10 Uhr auf dem Hirschenplatz, 14 Uhr auf dem Kornmarkt. www.luzernerzeitung.ch/weihnachtsaktion

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