LZ-Weihnachtsaktion: Wie sich bei vielen Menschen das Leben zum Guten gewendet hat

Die LZ-Weihnachtsaktion hilft dank unserer Leserinnen und Leser vielen Menschen, wie folgende Beispiele zeigen. Aber es gibt auch dramatische Entwicklungen.

Arno Renggli
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Am nächsten Freitag startet die diesjährige LZ-Weihnachtsaktion offiziell (siehe Box). Ein Grund, auf die letztjährige Sammlung zurückzuschauen, in der wir ein Spendenergebnis von mehr als 4,5 Millionen Franken erzielt haben und in Tausenden Fällen Familien und Einzelpersonen helfen konnten. Über einige von ihnen haben wir exemplarisch berichtet. Und nun nachgefragt, wie es ihnen heute geht.

Wir unterstützen Ihre Sammlung

Wir freuen uns über Vereine, Schulklassen, Musikgruppen, Pfarreien oder Einzelpersonen, die Sammelaktionen für uns durchführen. Dies im Bewusstsein, dass Corona die Möglichkeiten stark einschränkt. Gerne bieten wir Ihnen Gelegenheit, Aktivitäten in der Zeitung und online anzukündigen oder über diese zu berichten. Gerne veröffentlichen wir auch Fotos Ihrer Aktion. Falls eine Gemeinde oder eine Institution unsere Einzahlungsscheine auflegen möchte, liefern wir diese gerne.

Alle Infos und Anfragen bitte an: www.luzernerzeitung.ch/ weihnachtsaktion Per Telefon:041 429 54 04 Per E-Mail an: lzweihnachtsaktion@chmedia.ch

Gleich zwei Bauernfamilien, die wir in Notsituationen finanziell etwas entlasten durften, haben wir in der Zeitung vorgestellt; eine aus dem Entlebuch, eine aus dem Kanton Uri. Das eine Paar bangte monatelang um das Leben ihrer 14 Wochen vor Termin geborenen Zwillinge. Heute geht es den beiden sehr gut, es seien richtige «Schlitzohren», meldeten uns die glücklichen Eltern. «Es ist sehr schön zu erleben, wie die beiden gedeihen. Die LZ-Weihnachtsaktion hat viel dazu beigetragen.»

Grosse Freude über ein drittes Kind

Tolle Neuigkeiten gibt es auch von der anderen Bauernfamilie, die wir letztes Jahr in der Zeitung vorstellten. Hier hatte der Familienvater selber eine schlimme Diagnose erhalten, die auch seine berufliche Existenz in Frage stellte. Und kurze Zeit später verlor er seinen Vater, der nicht nur immer mitgeholfen hatte, sondern auch sonst eine wichtige Bezugsperson war. Auch dank der LZ-Weihnachtsaktion hat die Familie diese schwierige Zeit überstanden. Und freut sich inzwischen auch über die Geburt eines dritten Kindes. «Es geht uns gut, und wir geniessen unser Familienglück», schrieb uns die Familie. Und stellte sich spontan für ein aktuelles Foto zur Verfügung, um die LZ-Weihnachtsaktion auf diese Weise nun ihrerseits zu unterstützen:

Der Familie Schuler in Unterschächen durften wir letztes Jahr helfen. Heute geht es allen gut, mit dem kleinen Noe gibt es sogar Zuwachs.

Der Familie Schuler in Unterschächen durften wir letztes Jahr helfen. Heute geht es allen gut, mit dem kleinen Noe gibt es sogar Zuwachs.

Bild: Philipp Schmidli (30. Oktober 2020)

Gefreut haben wir uns auch über die Rückmeldung eines damals 19-jährigen Luzerners, der bei seinen Grosseltern aufgewachsen ist und den unerwarteten Tod seines geliebten Grossvaters persönlich miterleben musste. Die LZ-Weihnachtsaktion hat die beiden, die auch materiell eine sehr schwere Zeit durchlebten, unterstützt. Der junge Mann, der als Pfleger in einem Altersheim arbeitet, lebt immer noch bei seiner Grossmutter. «Wir kommen gut miteinander aus und sind sehr zufrieden, wie es läuft», hat uns der junge Mann gemeldet.

Ähnlich positiv klingt es von der Urnerin, über deren fast unglaubliche Geschichte wir ebenfalls letztes Jahr berichtet haben: 37 Jahre lang pflegte sie ihren Mann, der als Bergführer bei einem Absturz schwer verletzt und in den Rollstuhl geworfen worden war. Zugleich zog sie auch noch Kinder gross. Wenige Monate, nachdem ihr Mann schliesslich gestorben war, wurde sie von einem Auto angefahren, der Untersuch im Spital brachte auch zutage, dass sie Lungenkrebs hat. Doch sie liess sich nicht unterkriegen, freute sich auch sehr über die Unterstützung der Weihnachtsaktion und schwärmt noch heute von unserem Besuch, als unser «schmucker junger Fotograf» für das Bild vor ihr niedergekniet sei.

Nicht immer gute Nachrichten – doch wir helfen weiter

Oft nehmen Schicksale dort, wo sich die LZ-Weihnachtsaktion engagiert, eine Wendung zum Guten. Aber leider nicht immer. Die jungen Luzerner Eltern eines heute 3-jährigen Buben, der unter Rückenmarkkrebs leidet, müssen immer noch um dessen Leben bangen. Leider ist nun auch noch ein Tumor in seinem Kopf festgestellt worden.

Seit August ist der Bub zusammen mit der Mutter in einer Reha-Klinik, nur an den Wochenenden können die beiden nach Hause zum Vater und zur jüngeren Schwester des tapferen kleinen Patienten. «Eigentlich hatte er sich ganz gut entwickelt», meldet uns die Mutter. «Wir sind am Boden zerstört, dass er nun wieder um sein Leben kämpfen muss. Und hoffen inständig, dass er das Monster in seinem Körper endlich besiegen kann.» Die LZ-Weihnachtsaktion wird die Familie auch dieses Jahr mit einem Beitrag unterstützen.

Gute Kunde gibt es hingegen von der dreiköpfigen Innerschweizer Familie, deren Situation sich nach der Krebsdiagnose des Vaters dramatisch veränderte. Und die vor allem auch vom achtjährigen Sohn viel Tapferkeit erforderte. Wir durften die Familie mit einem Beitrag an die Kinderbetreuung entlasten. «Wir drei sind bei stabiler Gesundheit», meldete uns der Vater kürzlich. Auch auch, dass der Sohn sich in der Schule sehr gut macht und zudem kürzlich als Ministrant aufgenommen worden ist.

Apropos Sohn: Wir halfen auch einem 7-jährigen Luzerner Buben, der an Autismus leidet. Ihm tut eine Reittherapie und die damit verbundene Beziehung zu den Pferden besonders gut. Kürzlich schrieb uns seine Mutter: «Er macht grosse Fortschritte, auch beim Schreiben und Lesen. Wir hoffen, dass es so weiter geht.» Weitergehen wird es auch mit der LZ-Weihnachtsaktion, die erneut vielen Menschen helfen wird.

Drei Beispiele unter vielen: So wird Geld für die LZ-Weihnachtsaktion gesammelt