MARKT: Einsiedler Vieh- und Landmaschinenmarkt wird abgeschafft

In Einsiedeln gibt es künftig keinen traditionellen Vieh- und Landmaschinenmarkt mehr. Gründe sind fehlendes Interesse und Bedürfnis sowie unverhältnismässig hohe Bewilligungsgebühren.

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Seit Jahren, jeweils während der Chilbi Ende August, fand in Einsiedeln der Vieh- und Landwirtschaftsmarkt statt. Damit ist nun Schluss, wie der Einsiedler Bezirksrat am Freitag mitteilte. Der letzte Mark fand 2016 statt.

Ursprünglich hatte es in Einsiedeln drei Viehmärkte pro Jahr gegeben. Da in der Vergangenheit immer weniger Tiere aufgeführt wurden, entschied der Viehzuchtverband bereits 2010, nur noch einen Viehmarkt aufrechtzuerhalten. Und zwar jenen am Chilbimarkt.

In den letzten Jahren seien aber auch am einzig übrig gebliebenen Viehmarkt nur noch sehr wenige Tiere präsentiert worden. 2015 und 2016 je vier Stück, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Eine Umfrage habe ergeben, dass kein Interesse und kein Bedürfnis für einen Viehmarkt mehr bestehe.

Auch eine Umfrage zum Landmaschinenmarkt ergab, dass nur noch drei Aussteller ein Interesse haben. Zudem blockierten immer grössere Maschinen die Zufahrtsstrassen, was nicht nur die Anwohner störte, sondern auch dazu führte, dass die Rettungsachsen nicht mehr gewährleistet werden konnten. Schliesslich stünden auch die Bewilligungsgebühren in keinem Verhältnis zum Aufwand des Bezirks, heisst es weiter.

Im luzernischen Flühli wurde kürzlich ebenfalls beschlossen, den traditionellen Schafmarkt, der jeweils im September stattgefunden hatte, zu streichen. (sda)