Martin Zieglers heftiger Abgang

Der Abgang des abtretenden Schwyzer Kantonsgerichtspräsidenten hat einen faden Geschmack. Martin Ziegler kritisiert die Geschehnisse um die Schwyzer Justiz als Komplott gegen seine Person.

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Kantonsgerichtspräsident des Kantons Schwyz: Martin Ziegler. (Bild: Archiv Neue SZ)

Kantonsgerichtspräsident des Kantons Schwyz: Martin Ziegler. (Bild: Archiv Neue SZ)

Er sei unsachlich, von gewissen Leuten gesteuert und fehlerhaft. Der abtretende Schwyzer Kantonsgerichtspräsident Martin Ziegler liess an der Session am Donnerstag kein gutes Haar am Marty-Bericht zur Schwyzer Justizaffäre. «Dieses Elaborat tritt die Gewaltentrennung mit Füssen», führte Ziegler weiter aus. Im Übrigen kritisierte Ziegler die Geschehnisse um die Schwyzer Justiz nicht als Affäre, sondern als gezielte Kampagne, ja gar ein Komplott gegen seine Person. Der scheidende Kantonsgerichtspräsident stellte sogar das demokratische Wahlverständnis des Kantonsrats in Frage. Gegen ihn sei richtiggehend Mobbing betrieben worden, führte er weiter aus. Für ihn sei es unverständlich, aus dem Amt gedrängt zu werden, wenn man den «Daumen auf juristische Missstände» gehalten habe.

Bereits im März hatte Ziegler seinen Rücktritt bekannt gegeben, nachdem ihn der Justizausschuss des Kantons Schwyz nicht zur Wiederwahl empfohlen hatte. «Das Spannungsfeld ist einfach zu hoch geworden. Martin Ziegler hat sich zu stark in Konflikte verstrickt, obwohl er sich durch fachliche Kompetenz ausgezeichnet hat», führte Kommissionspräsident Roger Brändli aus.

EG

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