MATURA: Die Frauen heimsen die Preise ein

An Gymnasien sind die Frauen nicht nur in der Mehrheit. Sie liefern auch die besseren Leistungen als Männer.

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Abschlussfeier an der Kantonsschule Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Abschlussfeier an der Kantonsschule Luzern. (Bild Pius Amrein/Neue LZ)

Die Preisverteilung für die besten Maturanoten ist Frauensache: Unter den Besten des vergangenen Schuljahres stellen Frauen in den Zentralschweizer Kantonen die Mehrheit.

Podeste sind in Frauenhand
Im Kanton Uri belegen Frauen alle drei ersten Plätze, in den neun Luzerner Kantonsschulen sind es immerhin 21, während nur 8 Männer es aufs Podest schaffen. Allein mit der höheren Frauenquote an den Gymnasien ist dieser Erfolg nicht zu erklären. «Frauen können besser damit umgehen, dass sie aufgrund guter Noten als Streberin gelten», ist Janine Thoma überzeugt. Die 18-Jährige aus Ruswil hat die beste Matura im Kanton Luzern geschrieben – mit einer glatten 6. Dies bestätigt eine Studie der Universität Bern. «Gute Leistungen zu bringen gilt unter Kollegen sehr oft als uncool», erklärt Forscher Andreas Hadjar das Forschungsresultat. Allerdings habe sich die Vermutung einer «verweiblichten» Schule nicht erhärtet. Trotzdem sieht Werner Schüpbach, Leiter Dienststellen Gymnasialbildung beim Luzerner Bildungsdepartement, in der Fächerauswahl eine Erklärung für das schlechtere Abschneiden der Männer.

Fabian Fehlmann

HINWEIS
Alle Namen, Geschichten und Stimmen zu den Zentralschweizer Lehrabschlüssen 2010 lesen Sie am Samstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.