Maurer: «Nur ein freies Volk trägt Waffen»

Verteidigungsminister Ueli Maurer hat in seiner Rede an der Rütlischiessen-Jubiläumsfeier in Brunnen SZ am Samstag die Wichtigkeit von Unabhängigkeit und Sicherheit in den Vordergrund gerückt. Dabei sagte er: «Nur ein freies Volk trägt Waffen.»

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Die Rütlischiessen Jubiläumsfeier bei strömendem Regen in Brunnen. (Bild: Keystone)

Die Rütlischiessen Jubiläumsfeier bei strömendem Regen in Brunnen. (Bild: Keystone)

Bild: Charly Keiser/Neue SZ
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Seit 75 Jahren gibt es das Pistolen-Rütlischiessen, seit 150 Jahren das 300-Meter-Rütlischiessen. Brauchtum und Tradition seien «ein wunderbares Erbe, das wir von unseren Vorfahren übernehmen durften», sagte Verteidigungsminister Ueli Maurer laut Redetext an der Doppeljubiläumsfeier. Brauchtum und Tradition würden auch die schweizerische Identität ausmachen. So zum Beispiel das Rütlischiessen. Für Maurer zählen aber auch die direkte Demokratie, der Föderalismus, die Neutralität und das Milizsystem zum Erbe, das es zu bewahren gilt. «In der Schweiz war immer die Freiheit Staatszweck.» Die Aufgabe, für Sicherheit und Unabhängigkeit zu sorgen, könne man aber nicht einfach delegieren und auf andere abschieben, hob Maurer hervor. «Darum sind wir Schweizer nicht nur Schützen, sondern auch Milizsoldaten.»

«Budgetärer Steinbruch»

Für den Verteidigungsminister ist klar: «Freiheit und Wohlstand ist nur dank Sicherheit möglich.» Die Verteidigungsausgaben seien darum nichts anders als die Versicherungsprämie für die Lebensqualität. Und: «Nur ein freies Volk trägt Waffen.» Für Maurer aber ist die Landesverteidigung «der budgetäre Steinbruch der Politik» geworden - mit «schlimmen Folgen» für die Armee und damit für die Landessicherheit. Die Armee sei heute nicht vollständig ausgerüstet. Schliesslich sei das Rüstungsbudget eine Messgrösse dafür, «wie viel uns der Erhalt des Erbes wert ist». Er warnte davor, das Erbe einzutauschen gegen die Vision eines vereinigten Europas. Ein Blick über die Grenzen zeige, wie teuer Visionen sein könnten. Doch der Druck auf die Schweiz werde weiter zunehmen. «Freiheit und Wohlstand wecken Neid», sagte Maurer. Forderungen des Auslands würden auf «unser Erbe an Freiheit» zielen. Doch für Maurer ist klar: «Freiheit kann nicht verhandelbar sein.»

sda