MEDIZIN: Gesundheitsfachhochschule wird übergeben

Die private Stiftung Berufsbildung Gesundheit Zentralschweiz übernimmt ab Januar 2010 die Trägerschaft der Höheren Fachschule Gesundheit Zentralschweiz in Luzern.

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2004 wechselte die Zuständigkeit für die Berufe des Gesundheitswesens von den Gesundheits- zu den Bildungsdepartementen. Heute sind die Gesundheitsberufe kompatibel mit dem Berufsbildungssystem anderer Branchen, heisst es in einer Mitteilung der Stiftung Berufsbildung Gesundheit Zentralschweiz (BGZ).

Die Bildungsgänge der beruflichen Grundbildung (Lehrberufe) und der Tertiärstufe (Höhere Fachschulen) mussten neu organisiert werden. Die Zentralschweizer Kantone beschlossen, den schulischen Teil von Aus- und Weiterbildungen an Berufsfachschulen und der Höheren Fachschule Gesundheit Zentralschweiz (HFGZ) abzuhalten.

Trägerschaft geht an Stiftung
Die Arbeitgeber des Gesundheitswesens schlossen sich 2003 zur Zentralschweizer Interessengemeinschaft Gesundheitsberufe (ZIGG) zusammen, um die Verantwortung für die Berufsbildung zu übernehmen. Dadurch erhielten sie eine mitbestimmende Rolle im Ausbildungsprozess.

Nach Abklärungen über eine mögliche Trägerschaft habe sich die Übertragung der HFGZ an die BGZ als beste Lösung herauskristallisiert. Diese Stiftung wurde von der ZIGG gegründet und übernimmt die Trägerschaft ab dem 1. Januar 2010.

Arbeitgeber haben Verantwortung
Mit der Übergabe der Trägerschaft an die BGZ verfügt der Kanton Luzern auf Tertiärstufe des Berufsfeldes Gesundheit über keine eigenen Schulen mehr. In Zukunft werden die Arbeitgeber selber die Verantwortung dafür tragen.

Die Beziehung zwischen dem Kanton Luzern und der Stiftung BGZ ist in einer Leistungsvereinbarung geregelt. Der Stiftungsrat kann spätestens zwei Jahre nach Inkrafttreten der Leistungsvereinbarung ein eigenes Personalreglement beschliessen.

ana