MEDIZIN: Schwyzer Regierung will Konkordat beitreten

Der Schwyzer Regierungsrat will bei der Planung hochspezialisierter Medizin mit anderen Kantonen zusammenspannen. Er beantragt dem Kantonsrat deshalb den Beitritt zu einer entsprechenden Interkantonalen Vereinbarung.

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(Symbolbild Keystone)

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Mit dem Beitritt zur Vereinbarung über die hochspezialisierte Medizin (IVHSM) würden die Kantone zwar einen Teil ihrer Planungshoheit verlieren, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei vom Montag. Dafür aber würde die gemeinsame Planung eine effiziente und qualitativ hochstende Versorgung der Bevölkerung ermöglichen.

Die Interkantonale Vereinbarung war im März zustande gekommen. Die Kantone schufen damit die Grundlage für die im Krankenversicherungsgesetz vorgegebene gemeinsame Planung der hochspezialisierten Medizin.

Gemeinsame Spitalliste
Ein von den Kantonen eingesetztes politisches Beschlussorgan soll die Vereinbarung vollziehen und ein mit unabhängigen Experten besetztes Fachorgan einsetzen. Die unter die hochspezialisierte Medizin fallenden Leistungen werden dann in einer einzigen Spitalliste aufgeführt.

Unter hochspezialisierte Medizin fallen Leistungen wie Organtransplantationen, Kinderherzchirurgie, Protonentherapien oder schwere Verbrennung. Für die Versorgung der Schwyzer Bevölkerung mit diesen Leistungen bestehen heute Vereinbarungen mit ausserkantonalen Spitälern.

Die mit der Interkantonalen Vereinbarung anfallenden administrativen Kosten werden von den Kantonen entsprechend ihrer Einwohnerzahl anteilsmässig getragen. Für den Kanton Schwyz beträgt der jährliche Kostenanteil rund 8000 Franken.

Die Vereinbarung soll auf 2009 in Kraft treten. Voraussetzung ist, dass alle Unispitalkantone und zwölf weitere Kantone der Übereinkunft zustimmen.

sda