MERLISCHACHEN: Hotelier droht mit Schliessung

Die Sonnenstoren am Swiss-Chalet müssen gemäss Bundesgericht weg. Doch Inhaber Joseph Seeholzer weigert sich. Im äussersten Fall macht er den Laden dicht.

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Die grünen Storen müssen weg, sagt das Bundesgericht. (Bild pd)

Die grünen Storen müssen weg, sagt das Bundesgericht. (Bild pd)

Hotelier Joseph Seeholzer will die umstrittene massive Sonnenstore an seinem Hotel Swiss-Chalet in Merlischachen nicht entfernen. Ende letzter Woche hatte das Bundesgericht entschieden, dass die 200 000 Franken teure Konstruktion abgebrochen werden müsse. Wenn es so weit komme, dann mache er den Laden dicht. «Dann gibt es eben eine asiatische Hotelfachschule daraus», sagt Seeholzer. «Die letzten Jahre haben mich beinahe kaputt gemacht», so Seeholzer, der seit 45 Jahren im «Swiss-Chalet» wirkt. «Jetzt liegt es am Bezirksrat, ob dieser die Bewilligung für die Storen erteilt», sagt Seeholzer. Die Konstruktion war ursprünglich ohne Bewilligung gebaut worden – ein nachträgliches Gesuch lehnte der Bezirksrat ab.

Bezirk hofft auf Lösung
Das sei keine Erpressung oder Drohung. «Wenn ich nicht arbeiten kann, wie ich will, dann mache ich zu.» Ohne die Storenanlage könne er nicht existieren. Die Tische müssten überdacht bleiben. «Ich kann bei einem Regenguss doch nicht einfach 100 Gäste ins Haus verschieben.»

Die Schliessung des «Swiss Chalets» würde Bezirksrätin Carole Mayor bedauern. Dennoch müsse das Amt das Recht einhalten. Mayor hofft auf eine gute Lösung, ansonsten müsse der Bezirksrat als letzte Massnahme den Abriss der Storenanlage verfügen, sagte sie gegenüber «20 Minuten».

Laura Zambelli

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.