MERLISCHACHEN: «Swiss-Chalet» geht in neue Hände

Joseph Seeholzer (69), bekannt als Prinz Joseph I, hat seine Hotels und das «Swiss-Chalet» in Merlischachen verkauft. Er gibt sein Lebenswerk nach fast 50 Jahren in neue Hände.

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Joseph Seeholzer (Bild: PD)

Joseph Seeholzer (Bild: PD)

Joseph Seeholzer (Bild: PD)

Joseph Seeholzer (Bild: PD)

Die Hotel Merlischachen Holding AG hat per 30. April die Schloss-Hotel Swiss-Chalet AG und die Hotel Golden Gate AG von Joseph Seeholzer übernommen, wie am Montag bekannt wurde. Die Gruppe umfasst das Swiss-Chalet, das Schloss-Hotel, das Hotel Jagdschloss und das Château Golden-Gate. «Nach fast 50-jähriger Führung freue ich mich, das Swiss-Chalet in neue Hände zu geben. Es war mir wichtig, dass das Swiss-Chalet weiterhin in Schweizer Besitz bleibt. Mit den neuen Eigentümer haben wir dies geschafft», sagt Joseph Seeholzer.

Seeholzer übergibt dem neuen Eigentümer per sofort die operative Führung und steht der Hotel Merlischachen Holding AG mit seiner langjährigen Erfahrung als erfolgreicher Gastronom beratend zur Seite. Neuer Verwaltungsratspräsident wird Walter Seeholzer. «Das Swiss-Chalet ist schweizweit bekannt und soll weiterhin für Gastfreundschaft, hervorragendes Essen und Tradition stehen», sagt Walter Seeholzer. Vertreten wird die neue Holding neben Walter Seeholzer durch Sandro Amrein, Markus Linder und Alois Seeholzer.

«Swiss-Chalet»: Eine lange Geschichte

Das Leben von Joseph Seeholzer ist eng mit dem Swiss-Chalet verbunden. 1969 haben die Brüder Joseph und Ernst Seeholzer das Bauernhaus mit alkoholfreier Gaststube (Swiss-Chalet), einfachen Zimmern und die danebenstehende Trotte vom Vater übernommen. Die Geschichte des Swiss-Chalet beginnt mit der stilvoll eingerichteten Bauernstube, der Merlischacher Stube, der Richterstube, der Bränte und dem Tagesrestaurant mit grossem Garten.

1975 wurde die Landparzelle, auf welcher das heutige Schloss-Hotel und der grosse Parkplatz stehen, gekauft. Am 2. April 1980 wurde ein ritterliches Eröffnungsfest für das neu gebaute Schloss-Hotel mit 26 Zimmern, Hallenbad, mehreren Seminarräumen und Lingerie veranstaltet.

Ein weiterer Meilenstein war 1984 die Eröffnung und Inbetriebnahme der neu gebauten Trotte Astrid-Hall, Bacchus mit Queens Club und grosser Küche. Die Astrid-Hall wurde zur Erinnerung an Prinzessin Astrid von Belgien gebaut, die 1935 durch einen tragischen Autounfall in Küssnacht am Rigi verstarb. 1985 besuchte das belgische Königspaar, während eines Staatsbesuchs anlässlich des 50. Todestages der Königin Astrid, die Astrid Hall und war über die Widmung begeistert.

Die Hotellerie wurde 1984 mit dem Château Golden-Gate und 1990 mit dem Hotel Jagdschloss erweitert. Das Hotel Jagdschloss ist ein eigenständiges Hotel mit 25 Zimmern, einem Frühstücksraum, einem Seminarraum und einer grossen Dachterrasse.

Das Schloss-Hotel wurde 2006 um ein Stockwerk mit sieben Themenzimmer (u.a. das bekannte Jaguar-Zimmer) erweitert.

Die Schloss-Hotel Swiss-Chalet AG und die Golden-Gate AG bestehen heute aus 84 Zimmern sowie einigen Ferienwohnungen. Das Restaurant bietet 220 Personen in verschiedenen Speisesälen und einem grossen Garten Platz. Zu reden machte das «Swiss-Chalet» zuletzt wegen dem Storen-Streit (siehe Links). 

pd/rem

Das «Swiss-Chalet» in Merlischachen. (Bild: PD)

Das «Swiss-Chalet» in Merlischachen. (Bild: PD)