MISS-SCHWEIZ-QUALIFIKATION: Regio-Missen werden Steine in den Weg gelegt

Sind die Zentralschweizerinnen weniger schön als die Frauen in Zürich und Bern? Dies zumindest lässt das Reglement der Miss-Schweiz-Wahl vermuten.

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Zu wenig schön für die Schweiz? Miss Zentralschweiz Nicole Müller hat sich nicht für die Miss-Schweiz-Wahl qualifizieren können. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Zu wenig schön für die Schweiz? Miss Zentralschweiz Nicole Müller hat sich nicht für die Miss-Schweiz-Wahl qualifizieren können. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Ohne Casting für die Miss-Schweiz-Wahl zugelassen sind jedenfalls die Gewinnerinnen der regionalen Miss-Wahlen in Bern und Zürich. Für die Miss Zentralschweiz gilt dies nicht. «Die Kandidatinnen aus kleineren Regionen entsprechen oft nicht unseren Vorstellungen», sagt Christoph Locher, Geschäftsführer der Miss-Schweiz-Organisation. Bei der Miss-Zentralschweiz-Organisation, die seit drei Jahren eine eigene Wahl durchführt, hat man sich mit der unterschiedlichen Situation abgefunden. «Wir mussten das akzeptieren. Es ist für uns aber etwas skurril und unglaubwürdig», sagt Roland Kurmann, Organisator der Miss-Zentralschweiz-Wahl.

Auswärtsluzernerin ohne Umwege ins Finale
Was für skurrile Situationen die aktuelle Regelung ergeben kann, zeigt der Fall der diesjährigen Miss Zürich, Michelle Morand. Vor drei Jahren wohnte sie noch in der Zentralschweiz und nahm an der Miss-Wahl teil. Es reichte ihr zu einem Platz unter den ersten sechs. Am folgenden Miss Schweiz-Casting blieb sie aber chancenlos. Nachdem sie in den Kanton Zürich gezügelt war und in diesem Frühling die Miss-Zürich-Wahl gewonnen hatte, darf sie jetzt doch an der Miss-Schweiz-Wahl teilnehmen. Konfrontiert mit dieser Situation, zeigt sich Christoph Locher überrascht: «Das wusste ich gar nicht. Es erscheint vielleicht schon etwas ungerecht, dagegen können wir aber nichts machen.»

Ernst Meier

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».