MISSBRÄUCHE: Bischöfe entschuldigen sich in Einsiedeln

Die Schweizer Bischöfe haben sich für die Missbrauchstaten in der Kirche entschuldigt. Zudem ist eine neue Statistik über die gemeldeten Fälle erschienen.

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(Symbolbild Fabian Biasio/Neue LZ)

(Symbolbild Fabian Biasio/Neue LZ)

Die Schweizer Bischofskonferenz schloss ihre Versammlung in der Gnadenkapelle Einsiedeln mit einem besonderen Mittagsgebet ab: «Grosse Schuld ist in unserer Zeit in der Kirche und auch in unseren Diözesen und Gemeinschaften bekannt geworden.»

Neue Statistik von Übergriffen
Das Fachgremium «Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge» hat erstmals eine Statistik der bei den Schweizer Bistümern gemeldeten Fälle veröffentlicht. Während 2009 bei den diözesanen Stellen schweizweit Meldungen von Übergriffen von 14 Tätern an 15 Opfern eingegangen waren, wurde für den Zeitraum von Januar bis Mai 2010 ein Vielfaches registriert, nämlich von 72 Tätern an 104 Opfern.

Kirche macht Kehrtwende
Sollte einem Priester einen begründeten Verdacht wegen sexuellen Missbrauchs auffallen, will ihn die katholische Kirche in der Schweiz nun grundsätzlich anzeigen. Bis heute ist dies nur in schweren Fällen oder sogenannten Wiederholungstätern passiert.

rem