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MONEYHOUSE: Briefkastenfirmen: Das verrät die Adresse

Zug und Schwyz gehören in der Schweiz zu den Hochburgen für Briefkastenfirmen, Ob- und Nidwalden sind am Aufschliessen. Ein Blick auf die Adresse kann interessante Informationen liefern.
(Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

(Symbolbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Zahlreiche Firmen am Briefkasten lassen erahnen, was dahinter steckt. Die Rede ist von den Briefkastenfirmen. Ausser einer Eintragung im Handelsregister und vielleicht einem Schild am Briefkasten hinterlassen diese Firmen keine Spuren. Sollen Sie ja auch nicht – denn ihr einziger Zweck liege in der Einsparung von Steuern, wie es im Newsletter von Moneyhouse.ch heisst. Die Website, ein (zum Teil kostenpflichtiges) Verzeichnis von Handelsregister- und Firmen wird von der Itonex AG betrieben.

30'000 Briefkastenfirmen
Laut einer Untersuchung von Moneyhouse gibt es derzeit knapp 30'000 solcher Briefkastenfirmen in der Schweiz. 85 Prozent von ihnen sind Ausländern gegründet worden. Gemäss dem im Handelsregister eingetragenen Kapital ist so total ein Vermögen von 137 Milliarden Schweizer Franken parkiert. Das tatsächliche Vermögen dürfte wahrscheinlich noch viel grösser sein, wie es weiter heisst. Experten gingen davon aus, dass in den Briefkastenfirmen jährlich Erträge und Gewinne in der Höhe von rund 20 bis 30 Milliarden Franken anfallen.

Briefkasten-Hochburgen sind Zug, Zürich, Genf, Schwyz und seit einigen Jahren auch Ob- und Nidwalden, Appenzell-Ausserrhoden, Thurgau, Schaffhausen und St. Gallen. Drei von vier Briefkastenfirmen sind in diesen Kantonen domiziliert.

Anwaltsbüros an gleicher Adresse
Interessant gestalte sich der Blick auf die Adresse der Briefkastenfirma und der Vergleich mit Anwaltsbüros, Treuhandgesellschaften oder Steuerberatern, die am selben Ort domiziliert sind, wie Moneyhouse weiter mitteilt. Und fügt einschränkend an: «Ob zwischen den Briefkastenfirmen und den am gleichen Ort ansässigen Anwälten immer eine direkte Verbindung besteht beziehungsweise ein Mandat daran hängt, lässt sich nicht sagen.» Auf jeden Fall handle es sich dabei um lukrative Geschäfte: Jahresgebühren von 10'000 bis 30'000 Franken – je nach Dienstleistungsumfang – für ein Briefkasten-Mandat seien üblich.

scd

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