MOORSCHUTZ: Beim Schutz der Schwantenau herrscht Konsens

Nach gut sechsjähriger Planung ist klar, wie die Moorlandschaft Schwantenau am nördlichen Ende des Sihlsees im Kanton Schwyz geschützt und genutzt werden soll. Das Umweltdepartement will in den nächsten Wochen eine entsprechende Schutzverordnung öffentlich auflegen.

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Am nördlichen Ende des Sihlsees soll das Gebiet Schwantenau geschützt werden. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Am nördlichen Ende des Sihlsees soll das Gebiet Schwantenau geschützt werden. (Bild: Keystone / Sigi Tischler)

Der Nutzungsplan umfasst unter anderem Regeln für den Zutritt von Besuchern und die Nutzung von Hütten und Pflanzgärten. Daneben bestimmt er Pufferzonen und Flächen für ökologische Aufwertung in dem national geschützten Moor.

Es liege ein Entwurf vor, der bei den beteiligten Ämtern, Grundeigentümern, Landwirten, Naturschutz- und Tourismusorganisationen sowie Wanderwegvertreter so viel Konsens geniesse, dass sich das Umweltdepartement entschlossen habe, den Nutzungsplan im Frühling öffentlich aufzulegen, teilte das Amt am Donnerstag mit.

Seit 1994 bestehen am nördlichen Ende des Sihlsees die zwei kantonalen Naturschutzgebiete Schwantenau und Roblosen. 1996 bezeichnete der Bundesrat schweizweit mehrere hundert Moorlandschaften von nationaler Bedeutung, darunter auch das Gebiet Schwantenau.

Da die vom Bund bestimmte Zone grösser war als die zwei kantonalen Naturschutzgebiete, musste der Kanton die Perimeter der bestehenden Naturschutzgebiete und die Bestimmungen an das aktuelle eidgenössische Moorschutzrecht anpassen.

Der Kanton nahm die Nutzungsplanung Anfang 2009 in Angriff. Es sei nicht einfach gewesen, eine Lösung zu finden, die sowohl der vom Bund verlangten Verbesserung des Moorschutzes Rechnung trage als auch die vielfältigen Nutzungsanliegen berücksichtige, hiess es in der Mitteilung.

(sda)