MORGARTEN: Frieden beim Schlachtdenkmal

1315 gingen auswärtige Ritter und Eidgenossen aufeinander los. Wegen des Denkmals lagen sich 1908 Zug und Schwyz in den Haaren. Jetzt ist man versöhnt.

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Besucher der 100-Jahr-Feier des Morgarten-Denkmals. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Besucher der 100-Jahr-Feier des Morgarten-Denkmals. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

«Feiert mal am Morgarten.» John R. Hüssy, OK-Präsident für das 100-jährige Bestehen des Morgarten-Denkmals und Vizepräsident der Morgarten-Schützenkommission, wandelte so das historische «Hütet euch am Morgarten» für das Jubiläum ab. Vor genau 100 Jahren, am 2. August 1908, war das Monument eingeweiht worden.

Jetzt gedachten Zuger und Schwyzer des Ereignisses – in anderem Geist als 1908, als Zuger das Denkmal bauten und Schwyz zürnte, weil das Denkmal auf Zuger Boden gebaut wurde, wo die Schlacht von 1315 gar nicht stattgefunden hatte.

Alle waren froh über den Frieden
Der Zuger Landammann Joachim Eder und sein Schwyzer Kollege Georg Hess konnten nicht genug betonen, dass das Zerwürfnis zwischen den beiden Orten nun endgültig begraben sei.

Ein bisschen militärisch musste es dennoch zugehen. Zum einen flogen zwei JU-52-Bomber während Eders Ansprache in einem Kreis über die Festgemeinde. Zum andern stand bei der Morgarten-Hütte eine 7,5-Gebirgskanone. Der Schweizerpsalm wurde gesungen, die Harmoniemusik Oberägeri klang vaterländisch und soldatisch mit dem «Trompeterruf», dem Zuger Marsch, dem General-Guisan-Marsch und dem Zapfenstreich

Divisionär Eugen Hofmeister schilderte, wie Europa und die Welt vor dem Ersten Weltkrieg ausgesehen hätten, als auch der Kleinkrieg zwischen Zug und Schwyz um das Denkmal getobt habe. Und alle Redner waren froh über den Frieden, der jetzt herrscht.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Schwyzer Zeitung.