MORGARTEN: Hünenberg-Pfeil: Fotokopie einer Imitation

An der Morgartenfeier präsentierte der Festredner ein «historisches» Objekt. Recherchen zeigen jetzt aber: Der Bezirksammann zeigte eine Fälschung.

Drucken
Teilen
Diesen «Pfeil» zeigte Toni F. Zumbühl an der Morgarten-Schlachtfeier vom Samstag. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Diesen «Pfeil» zeigte Toni F. Zumbühl an der Morgarten-Schlachtfeier vom Samstag. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Zum Schluss seiner Festrede holte der Schwyzer Bezirksammann Toni F. Zumbühl zum ganz grossen Coup aus. Vor den Gästen der Gedenkfeier der Morgarten-Schlacht vom Samstag in Sattel liess Zumbühl die Militär-Tambouren einen dramatischen Wirbel schlagen. Dazu sagte der Redner: «Dies ist ein historischer Moment. Hier ist der Pfeil von Ritter Heinrich von Hünenberg. Dieser Pfeil, der uns vor dem Eindringen der Habsburger gewarnt hat, ist heute zum allerersten Mal hier an diesem historischen Platz, hier am Morgarten.»

Er hat allerdings nur eine Fotokopie rahmen lassen, damit das Original nicht etwa kaputt gehe, falls etwa der Weibel, der das Bild tragen musste, auf dem Weg zum Rednerpult stolpere, sagte Zumbühl am Montag auf Anfrage. So oder so handelt es sich bei dem Pfeil nur um «eine Art Imitation», wie Korporationspräsident Karl Weber aus Arth weiss.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.

Impressionen von der Morgartenfeier: