Morgens keine Direktverbindung nach Zürich

Im Kanton Schwyz wird die von den SBB in Aussicht gestellte morgendliche Pendlerdirektverbindung nach Zürich nicht realisiert. Hingegen gibt es mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember einige punktuelle Verbesserungen für Pendler und bei den Früh- Spät- und Nachtverbindungen.

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Wer frühmorgens von Schwyz nach Zürich will, muss weiterhin in Arth-Goldau umsteigen. (Bild: Archiv Laura Vercellone/Neue SZ)

Wer frühmorgens von Schwyz nach Zürich will, muss weiterhin in Arth-Goldau umsteigen. (Bild: Archiv Laura Vercellone/Neue SZ)

Gemeinden, Bezirke, Interessenvertreter und Private aus dem Kanton Schwyz reichten bei den SBB insgesamt 45 Begehren ein, in denen sie die Wiedereinführung der morgendlichen Pendler-Direktverbindung nach Zürich forderten. Die Pendlerverbindung von Erstfeld nach Zürich mit Abfahrt in Brunnen und Schwyz kurz vor 7 Uhr morgens fiel im Dezember 2008 dem von den SBB eingeführten Fernverkehrskonzept mit ICN am Gotthard zum Opfer. Der seither als Ersatz verkehrende Interregiozug fährt nach Luzern, weshalb die Mehrzahl der Reisenden in Arth-Goldau umsteigen muss, um nach Zürich zu gelangen.

SBB setzen Absichtserklärung nicht um

Nach Verhandlungen mit den Kantonen Schwyz und Uri gaben die SBB eine Absichtserklärung, dass ab Dezember 2011 die Wiedereinführung des Pendlerdirektzugs am Morgen nach Zürich möglich würde. Im Gegenzug hätte der IC 650 aus Chiasso nach Basel anstatt Zürich geführt werden sollen. Im Frühling 2011 informierten die SBB die Kantone Uri und Schwyz, dass aufgrund Rollmaterialknappheit das vorgesehene Konzept nicht umgesetzt werden könne und weiterhin der IC 650 ohne Halt im Schwyzer Talkessel nach Zürich verkehre. Die Forderung des Baudepartements, Zug 650 in Brunnen und Schwyz halten zu lassen, damit die grosse Pendlerzahl in Arth-Goldau nicht umsteigen muss, wurde von den SBB abgelehnt, wie das Baudepartement des Kantons Schwyz am Dienstag mitteilte. Die Mehrzahl der Pendler muss deshalb weiterhin in Arth-Goldau umsteigen.

Vereinzelte punktuelle Angebotsverbesserungen

Durch einzelne Änderungen im Minutenbereich konnten Anschlüsse verbessert werden. Kostenrelevante Optionen konnten nur vereinzelt realisiert werden. Neue Nachtangebote, die ausschliesslich durch die Gemeinden und Bezirke finanziert werden, ermöglichen am Wochenende eine spätere Heimkehr. Die einzelnen Fahrplanänderungen sehen sie hier.

pd/zim