MORSCHACH: Die fünfte Poststelle ist nun geschlossen

Morschach ist die fünfte Poststelle im Kanton, die zu einer Agentur umgewandelt wird. Posthalter Urs Beck ist nicht traurig darüber. Ganz im Gegenteil.

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Posthalter Urs Beck hat seinen Arbeitsplatz in Morschach geräumt und geht in Frühpension. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Posthalter Urs Beck hat seinen Arbeitsplatz in Morschach geräumt und geht in Frühpension. (Bild Daniela Bellandi/Neue SZ)

Mehr als 21 Jahre lang war Urs Beck in Morschach Posthalter. Nun braucht es ihn nicht mehr. Neben Alpthal, Bennau, Illgau und Lauerz wurden gestern auch die Türen der Post Morschach für immer geschlossen. Ab sofort werden die gängigen Dienstleistungen von der Gemeindeverwaltung angeboten. Die grössten Einschränkungen gibt es im Bargeldverkehr. Vorwiegend aus Sicherheitsgründen können nur noch Einzahlungen mit der Postcard getätigt werden. Bargeldbezüge sind auf maximal 500 Franken pro Tag limitiert.

«Poststellen erinnern heute oft an Gemischtwarenläden»
«44 Jahre lang war ich bei der Post, das reicht doch», meint Urs Beck mit einem Lächeln. Nicht zuletzt der Gesundheitszustand seiner Frau Vreni habe ihn dazu bewogen, nun mit 60 Jahren in Frühpension zu gehen. Langeweile befürchtet er nicht. Das «Posthaus» hat er verkauft. Der neue Besitzer will dort, wo bis anhin der Schalter war, einen Hobbyraum einrichten. Urs Beck und seine Frau werden nach Einsiedeln ziehen.

In den letzten Jahren sei der Druck immer grösser geworden wie überall und es müsse mehr und mehr verkauft werden. «Vielerorts erinnern die Poststellen heute an Gemischtwarenläden», so der Frühpensionär. Mit seiner positiven Einstellung habe er das Ganze jedoch gut überstanden und freue sich jetzt umso mehr auf den neuen Lebensabschnitt.

Ungewiss ist, welche Poststelle als nächste schliesst
Die drei Briefträger, die bis anhin in Morschach angestellt waren, werden die Post nach wie vor in die Haushaltungen verteilen. Welche Poststelle in der Region als nächste in eine Agentur umgewandelt wird, das kann Poststellengebiets-Leiterin Barbara Kälin nicht sagen: «In einem Monat haben wir eine Sitzung, dann weiss ich vielleicht mehr.»

Daniela Bellandi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.