MORSCHACH/SISIKON: Die Tunnelbauer profitieren vom Steinbruch

Im Fels unterhalb Morschach wird künftig viel gebohrt. Dabei zeigt sich jetzt ein enger Zusammenhang zwischen zwei Grossprojekten.

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Die Fotomontage zeigt den Eingangsstollen zu den Läntigen-Kavernen unter der Axenstrasse am Urnersee. (Bild pd)

Die Fotomontage zeigt den Eingangsstollen zu den Läntigen-Kavernen unter der Axenstrasse am Urnersee. (Bild pd)

Ab nächstem Herbst will die Läntigen Stein AG mit den Arbeiten für ihren unterirdischen Steinbruch starten. Unter der Axenstrasse entsteht das Portal für einen Zugangsstollen in den Berg.

Vor dem Portal soll am See eine Verladeanlage für den künftig aus dem Berg gebrochenen Stein gebaut werden. In den Berg hinein bohrt die Läntigen Stein AG einen Stollen zu ihrem künftigen unterirdischen Steinbruch.

Umfahrungstunnel Sisikon hinter dem Steinbruch
Hinter dem Steinbruch soll tief im Fels künftig ein Strassentunnel durch den Berg verlaufen: der 4,4 Kilometer lange Umfahrungstunnel des Dorfes Sisikon. Sofern der Bundesrat dieses Projekt wie vorgesehen in diesem Jahr genehmigt, soll dieser neue Strassentunnel ab dem Jahr 2011 gebohrt werden.

Vorgesehen ist der Bau dieser Röhre aber interessanterweise ab ihrer Mitte, also im Berg hinter dem Läntigen-Steinbruch. Der Schwyzer Kantonsingenieur Franz Gallati erklärt die Hauptgründe für diese Pläne: Der Sisikoner Tunnel soll vom so genannten Ort zum Gumpisch südlich von Sisikon führen.

«An diesen beiden Tunnelportalen besteht wenig Platz für komplexe Bauinstallationen.» Also soll der Tunnel voraussichtlich ab seiner Mitte im Berg nach Norden bis zum Ort und nach Süden bis zum Gumpisch vorgetrieben werden. Das Ausbruchsmaterial könnte zudem über den Zugangsstollen des Läntigen-Steinbruchs ins Freie gebracht werden.

«Eine Win-Win-Situation»
«Wir führten Gespräche über die Machbarkeit», bestätigt Franz Gallati. Profitieren von dieser Lösung könnten beide Partner, die Steinbruchfirma und die Kantone Schwyz und Uri als Tunnelbauer. Gallati: «Es ist eine Win-Win-Situation.»

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.