MUOTATAL: Ein Handbohrer «made by Ötzi»

Auf der Silberenalp in der Gemeinde Muotathal wurde ein prähistorisches Steinwerkzeug gefunden. Der Bohrer aus Feuerstein ist vermutlich mehrere tausend Jahre alt.

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Das rund 2 mal 2 Zentimeter grosse Fundstück aus Feuerstein. (Bild pd)

Das rund 2 mal 2 Zentimeter grosse Fundstück aus Feuerstein. (Bild pd)

Seit mehreren Jahren sind Archäologen zusammen mit Höhlenforschern in der Gebirgsregion des Muotatals auf der Suche nach Spuren urzeitlicher Menschen. Bearbeitete Knochen oder Holzkohle lassen darauf schliessen, dass hier seit 11'000 Jahren Menschen unterwegs waren.

Bei Probebohrungen in diesem Jahr kam erstmals auch ein Werkzeug aus Feuerstein zu Vorschein. Die Kanten sind sehr scharf und frisch, also nicht benutzt. Das Exemplar ist 22 Millimeter lang, 19 Millimeter breit und 7 Millimeter dick.

Urs Leuzinger, prähistorischer Archäologe der Kantonsarchäologie Thurgau und Leiter der mehrjährigen Prospektionen im Muotatal meint dazu: «Eine genaue Datierung des Artefakts ist nicht möglich. Der Bohrer datiert aber entweder ins Neolithikum oder ins Mesolithikum.» In Jahren ausgedrückt entspricht das einem Alter von 5000 bis 10'000 Jahren. Dieses Fundstück ist bisher das älteste Artefakt aus der Gemeinde Muotathal.

Walter Imhof

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am Samstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.