MUOTATHAL: Ermittelt wird wegen Anstiftung

Zwei Jugendliche, die mit dem Familiendrama vom 12. April in Muotathal in Verbindung gebracht werden, sind wieder auf freiem Fuss. Die Ermittlungen in diesem Fall konzentrieren sich auf Anstiftung und Gehilfenschaft zur Tötung zweier Personen.

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Blick auf das Haus einer Familie (links), wo sich die Tragödie zutrug. (Bild Keystone)

Blick auf das Haus einer Familie (links), wo sich die Tragödie zutrug. (Bild Keystone)

Das sagte der zuständige Untersuchungsrichter Paul Schmidig am Montag auf Anfrage.

Gegenwärtig warte die Untersuchungsbehörde auf die in Auftrag gegebenen psychologischen Gutachten. Für den mutmasslichen Haupttäter dürfte dieses Gutachten nächstens erstellt sein, erklärte der Untersuchungsrichter. Die Gutachten zu den mutmasslichen Nebentätern würden im Herbst erwartet.

In Erziehungsanstalt
Der mutmassliche 15-jährige Täter, der in der Nacht auf den 12. April seinen 13-jährigen Stiefbruder und seine 39-jährige Stiefmutter erstochen haben soll, wird laut Paul Schmidig in einer Erziehungseinrichtung betreut. Er absolviere dort eine Schulausbildung und werde auch weiter intensiv betreut. Im Jugendstrafrecht stünde dabei der Resozialisierungsgedanke im Vordergrund. Wann die Akten der Untersuchungsbehörde der Staatsanwaltschaft zur Beurteilung übergeben werden, ist noch nicht bekannt.

Harry Ziegler/Neue SZ