MUOTATHAL: Gerölllawine verschüttet Strassen und Brücken in Muotathal

Unglaubliche Videos aus Muotathal: Eine Gerölllawine im Teufbach schüttet am Sonntagnachmittag eine Strasse und mehrere Brücken zu. Die Räumungsarbeiten sind angelaufen, es dürfte wochenlang zu tun geben.

Drucken
Teilen
Aufräumarbeiten sind im Gange nachdem eine Schlammlawine aus dem Teufbach die Bezirkstrasse bei Stalden im Mouthatal verschüttet und dabei die Stromversorgung unterbrochen hat am Sonntag, 31. Januar 2016. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Aufräumarbeiten sind im Gange nachdem eine Schlammlawine aus dem Teufbach die Bezirkstrasse bei Stalden im Mouthatal verschüttet und dabei die Stromversorgung unterbrochen hat am Sonntag, 31. Januar 2016. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

Die Aufnahmen zeigen die Wucht der Gerölllawine, die im Bett des Teufbachs in die Tiefe donnerte. Ganze Pfosten, Masten und Bäume wurden mitgerissen. Glück im Unglück: Der Murgang ging in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern nieder, richtete aber keine Gebäudeschäden an. Nach einem Kurzschluss sind mehrere Höfe ohne Strom. Stromleitungen wurden heruntergerissen.

Die Kantonspolizei Schwyz schreibt in einer Mitteilung am Sonntagabend, dass grosse Geröllmengen, die sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt gelöst hatten, den Teufbach hinuntergerutscht sind. Von dort sei der Murgang weiter in die Starzlen, deren Bett vollständig mit Geschiebe gefüllt wurde. Die Felsmassen verschütteten insgesamt drei Brücken, darunter diejenigen der Pragel- und Bisisthalstrasse. Die Pragelstrasse wurde rund drei Meter tief überdeckt. Wie gross die Geschiebemengen im Murgang sind, konnte laut Polizei noch nicht festgestellt werden.

Die Feuerwehr Muotathal steht im Einsatz und räumt mit Unterstützung von schwerem Gerät die Strassen. Die Bisisthalstrasse seit 17 Uhr und die Pragelstrasse seit 18 Uhr sind für den lokalen Verkehr eingeschränkt befahrbar. Die Brücke im Gebiet Otten wurde beschädigt und kann mit Motorfahrzeugen nicht befahren werden. Die Feuerwehr überwacht das Gelände in der Nacht. Personen kamen keine zu Schaden, es waren auch keine Evakuationen erforderlich. Mehrere Bewohner filmten das Ereignis mit dem Handy. Das Gebiet ist für Schaulustige abgesperrt.

Um das weitere Vorgehen zu bestimmen, ist ein Geologe aufgeboten worden. Das Gefahrengebiet wurde mit einem Helikopter abgeflogen. Abgeklärt wird konkret auch, ob die ergiebigen Niederschläge der letzten Stunde eine weitere Gefahr darstellen.

Der Schreck steckt den Leuten in den Knochen: Staunend und machtlos verfolgten viele Muotathalerinnen und Muotathaler das Schauspiel. Ein Einwohner beschrieb den Anblick treffend von einer Brücke aus: «Wie Beton», floss die Lawine hinunter.

Dabei wurde die Stromversorgung unterbrochen. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
11 Bilder
Aufräumarbeiten sind im Gange nachdem eine Schlammlawine aus dem Teufbach die Bezirkstrasse bei Stalden im Muothatal verschüttet. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Polizei und Feuerwehr ist vor Ort. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
Bagger räumen die Strasse frei. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
So sah es nach der Lawine aus. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
Es gab keine Verletzten nach ersten Berichten. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
Viel Geröll muss weggeschafft werden. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Gerölllawine kam am Sonntagnachmittag herunter. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
Die Gerölllawine. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)
Ein Bagger in Aktion. (Bild: Keystone Screenshot)
Hier rollte die Gerölllawine herunter. (Bild: Schwyzer Polizei)

Dabei wurde die Stromversorgung unterbrochen. (Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler)

gh/zfo/pd

Kommt noch mehr Material? Die Strasse ist blockiert. (Bild: Laura Inderbitzin)

Kommt noch mehr Material? Die Strasse ist blockiert. (Bild: Laura Inderbitzin)

Der Bach trat über die Ufer. (Bild: Leserfoto)

Der Bach trat über die Ufer. (Bild: Leserfoto)

Kurzschluss: Eine Stromleitung wird zu Boden gerissen. (Bild: Leservideo)

Kurzschluss: Eine Stromleitung wird zu Boden gerissen. (Bild: Leservideo)