MUOTATHAL: Handwerk der neuen Regisseure ist erkennbar

Das neue Regie-Duo und die 12 Theaterspieler ernten für «D‘Kristallsaag» viel Applaus. Lob gabs auch von ehemaligen Regisseuren.

Andrea Schelbert
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Karin Gwerder, Remo Betschart, Franz Betschart und Luzia Betschart (von links) überzeugten an der Premiere. (Bild: Andrea Schelbert / Neue SZ)

Karin Gwerder, Remo Betschart, Franz Betschart und Luzia Betschart (von links) überzeugten an der Premiere. (Bild: Andrea Schelbert / Neue SZ)

Die zwölf Muotathaler Theaterspieler zeigten am Samstag eine gelungene Premiere. Das Handwerk des neuen Regieteams ist auf der Bühne zu spüren: Martin Steiner etwa hat als Bösewicht eine grosse Portion an Boshaftigkeit und Glaubwürdigkeit zugelegt. Ein cleverer Zug der Regie war es auch, die Rolle von Fräulein Gitzitanner (Luzia Betschart) umzuschreiben. Wenn diese mit ihrem eigenartigen Laufstil über die Bühne tänzelt, ihre Augen verdreht und Polizist Grüter (Daniel Büeler) anhimmelt, sorgt sie damit für willkommene Abwechslung und amüsante Theaterkost. Dass die Lachmuskeln strapaziert werden, dafür sind auch die Geschwister Luzia und Remo Betschart verantwortlich.

Die zwei Muotathaler Co-Regisseure Nathalie Zwyssig und Daniel Heinzer haben für ihre Arbeit und die Umsetzung von «D‘Kristallsaag» viel Lob bekommen. «Sogar ehemalige Regisseure, die sonst sehr kritisch sind, haben sich positiv geäussert. Das freut uns sehr», erklärt Nathalie Zwyssig und ergänzt: «Jetzt müssen wir darauf achten, dass die Spieler nichts mehr ändern. Wir müssen die Richtung, die wir eingeschlagen haben, behalten.»