MUOTATHAL: Jugendliche harren 55 Stunden im Bunker aus

Ein Verein, dem sieben Burschen angehören, lässt sich mehr als zwei volle Tage in einem Luftschutzraum einsperren – freiwillig. Dies, um das individuelle Zeitgefühl zu testen.

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Die jungen Männer frönten in der selbst gewählten Isolation ausgiebig Brettspielen. (Bild zVg)

Die jungen Männer frönten in der selbst gewählten Isolation ausgiebig Brettspielen. (Bild zVg)

Am vergangenen Donnerstagmorgen war der Start der Aktion des Muotathaler Vereins «Saips», der schon verschiedentlich durch nicht ganz alltägliche Aktionen aufgefallen ist. «Es warteten mehr als zwei Tage Spiel, Spass und Spannung, in vollkommener Isolation und ohne jegliche Ahnung der aktuellen Tageszeit», wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Zeitvertrieb mit Schere-Stein-Papier
Der Tagesablauf im Bunker sei trotz (oder gerade wegen) fehlender Unterhaltungsmedien sehr abwechslungsreich und kurzweilig gewesen – eine «Fülle mitgebrachter Spiele, Musikinstrumente und einige witzige Ideen vermochten die Stunden zu füllen». Der Höhepunkt der beiden Tage in der Isolation war ein hart umkämpftes Schere-Stein-Papier-Turnier.

Doch zum «eigentlichen» Zweck der Übung: Während des Experiments musste jeder Teilnehmer in regelmässigen Abständen seine gefühlte Tageszeit festhalten. Nach Ablauf der 55 Stunden wurden die eingegebenen Daten eingesehen und ausgewertet. Die Zeitdifferenz des Siegers betrug weniger als 50 Minuten, der Letzte verschätzte sich um mehr als 7 Stunden.

scd


Spass satt: Impressionen aus dem «Bunker-Weekend». (Bilder zVg)