MUOTATHAL: Klirrende Kälte auf der Glattalp

Die Schweiz blickt auf die bisher kältes­te Nacht des laufenden Winterhalbjahrs zurück: Auf der Glattalp in Muotathal fiel das Thermometer auf minus 29 Grad.

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Region Glattalp mit dem Glattalpsee. (Bild map.search.ch)

Region Glattalp mit dem Glattalpsee. (Bild map.search.ch)

Eisige Kälte hat die Schweiz und insbesondere die Zentralschweiz erreicht. Den tiefsten Wert meldete der private Wetterdienst Meteomedia für die Nacht zum Dienstag mit 29 Grad unter Null auf der Glattalp auf 1850 Metern über Meer im Kanton Schwyz.

Die Glattalp liegt in einer Mulde oberhalb von Bisisthal auf 1850 Metern über Meer. Aufgrund der besonderen Lage in einer Mulde ( Inversionswetterlage ) sind Minus-Temperaturen unter 30 Grad die Regel. Am 7. Februar 1991 wurde auf der Glattalp mit -52.5 Grad der schweizerische Minusrekord gemessen.

In Buffalora am Oberalppass sank die Quecksilbersäule auf minus 24 Grad, wie Felix Schacher von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte. 23,1 Kältegrade wurden in Samedan im Oberengadin gemessen.

In Ulrichen im Obergoms wurden minus 18,7 Grad abgelesen. Am Schweizer Kältepol in La Brevine im Neuenburger Jura war es hingegen mit minus 7,8 Grad vergleichsweise warm. Die Meteorologen führten dies auf den Hochnebel und eine mässige Bise zurück. Im Mittelland wurden verbreitet Werte von minus drei bis minus vier Grad gemessen.

Weisse Weihnachten möglich
Deutlich unter den Gefrierpunkt fielen die Temperaturen auch in Stabio im Südtessin mit minus 6,0 Grad. Nachdem weite Teile der Schweiz bereits am Montag einen Eistag erlebt hatten, dürfte das Thermometer gemäss Schacher auch in den kommenden Tagen die Null-Grad-Grenze kaum erreichen.

Freitag und Samstag könne dann mit einem Schäumchen Neuschnee gerechnet werden. Die Hoffnungen auf weisse Weihnachten blieben damit intakt, sagte der MeteoSchweiz-Meteorologe, wollte sich aber noch nicht auf eine genauere Prognose einlassen. Meteomedia machte hingegen bereits Hinweise auf Tauwetter mit Südwestwinden auf Weihnachten aus.

ap/get