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MURI: Burt Reynolds auf der Bergmatte

Am Freitag und Samstag steht das 21. Autokino auf dem Programm. Nicht alle Wünsche der Organisatoren sind in Erfüllung gegangen.
Raphael Biermayr
Kurt Aegerter und Susanne Kursawe reihten sich im letzten Jahr mit ihrem Pontiac unter die Besucher. (Bild: Werner Schelbert (23. Juli 2016))

Kurt Aegerter und Susanne Kursawe reihten sich im letzten Jahr mit ihrem Pontiac unter die Besucher. (Bild: Werner Schelbert (23. Juli 2016))

Die Macher des Autokinos Muri haben bewiesen, dass sie erreichen, was sie sich vornehmen – in der Regel jedenfalls. Denn Thomas Nebel hat den einen oder anderen Film auf dem Zettel, den er gern vorführen würde, das aus rechtlichen Gründen aber nicht darf. Der 46-Jährige aus Dottikon trifft die Vorauswahl, über die tatsächlich an den beiden Abenden gezeigten Streifen entscheidet anschliessend das gesamte Organisationskomitee (OK).

Als Beispiel für einen Film, den sie nicht zeigen dürfen, nennt Nebel «Cadillac Records» aus dem Jahr 2008. «Wenn wir ihn ohne Bewilligung zeigen würden, würden wir eine Busse riskieren und könnten möglicherweise in der Zukunft keine Filme des zuständigen Verleihers mehr beziehen. Das wollen wir nicht», erklärt er.

Absagen von Verleihern seien ohnehin selten. «80 Prozent der Anfragen werden positiv beantwortet», sagt Nebel. Er ist zufrieden, was die Auswahl für die morgen beginnende 21. Auflage des Autokinos Muri auf der Bergmatte anbelangt. Am ersten Abend, der traditionell im Zeichen von Kultfilmen steht, wird ab 22 Uhr «Smokey and the Bandit» («Ein ausgekochtes Schlitzohr») aus dem Jahr 1978 gezeigt. Burt Reynolds nimmt eine Wette an, in der er eine grosse Ladung Bier durch die USA schmuggeln soll. Im Zuge dieser testosterongetränkten Actionkomödie wurde der von Reynolds gesteuerte Pontiac Firebird zum Kassenschlager in den USA. Schweizer US-Car-Fans dürften sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, ihre Autos in Muri zu präsentieren. Am Samstag steht die Musik im Vordergrund. Ab 20 Uhr spielt die Band Roundabout auf, bevor ab 22 Uhr die nächste Filmvorführung losgeht. «O Brother, Where Art Thou?» ist ein Roadmovie mit George Clooney, das in den von Bluegrass, Blues und Country dominierten Südstaaten spielt.

Mehr Steckdosen auf dem Areal

Ausser den Filmen und der Band gibt es für die Besucher nichts Neues im Vergleich zur 20. Ausgabe des Autokinos. Das ist auch nicht nötig, ist der Anlass mittlerweile doch ein Selbstläufer. Thomas Nebel sagt, dass man mit über 300 Besuchern und etwa 270 Autos im letzten Jahr an die Grenze gestossen sei. «Wir können nicht stärker wachsen und wollen das auch nicht», hält er fest. Denn einerseits will das OK am Standort Bergmatten festhalten, andererseits sei der Aufwand, was Verköstigung, sanitäre Anlagen und Strom anbelangt, so «gerade noch zu bewältigen».

Dank einer Investition von Hans-Peter Frey, auf dessen Land sich das Autokino befindet, habe man gemäss Nebel nun bessere Voraussetzungen bezüglich Stromversorgung: Letztes Jahr waren die Steckdosen knapp geworden.

Filme können nur auf Deutsch gezeigt werden

Noch nicht gelöst ist hingegen ein Problem, das den Amerika-Freund Nebel besonders wurmt: Die Filme könnten nicht im Zwei-Kanal-Ton gezeigt werden, sondern nur auf Deutsch. Die Synchronizität der deutschen Fassung und des Originals würden nicht mit demselben Bild übereinstimmen, was die Zuschauer irritieren würde. So entgehen den Zuschauern respektive Zuhörern – der Ton wird auf einer UKW-Frequenz über das Autoradio empfangen – manch knackige Dialoge. Die grössten Fans können diese aber wohl ohnehin auswendig.

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Hinweis

Einlass ist am Freitag ab 19.30 Uhr und am Samstag ab 19 Uhr, der Eintritt beträgt 15 Franken pro Abend. Mehr Informationen zum Anlass gibt es online unter:

www.autokinomuri.ch.

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