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MURI: Der «Adler» hat eine Zukunft

Eine Investorengruppe aus im Dorf bekannten Personen hat das Hotel-Restaurant gegenüber dem Kloster übernommen. Darunter findet sich ein ehemaliger Konkurrent.
Raphael Biermayr
Wie es im «Adler» weitergeht, war im Dorf ein grosses Thema. Nun ist die Zukunft gesichert. (Bild: Stefan Kaiser (Muri, 28. September 2017))

Wie es im «Adler» weitergeht, war im Dorf ein grosses Thema. Nun ist die Zukunft gesichert. (Bild: Stefan Kaiser (Muri, 28. September 2017))

Ein Ochse stützt einen Adler. Was in der Natur ein seltsames Bild abgeben würde, ist in der Murianer Gastronomieszene Tatsache. Das Hotel Adler, dessen Zukunft seit längerem in der Schwebe hing, ist von mehreren im Dorf verankerten Personen übernommen worden: den Stöcklis vom Hotel Ochsen sowie Josef und Thomas Gut und Katja und Urs Christen.

Diese Parteien haben eine Kommunikationsfirma mit der Verkündung dieses Schritts beauftragt, diese erfolgte in Form einer Pressemitteilung. Es handelt sich offenkundig um eine grosse Sache für Muri. «Die Situation des ‹Adlers’ ist im Dorf tatsächlich ein grosses Thema», bestätigt Peter Hochuli, der Eigentümer der Kommunikationsfirma und Sprecher der Investoren, auf Nachfrage. Es habe immer wieder Pächterwechsel gegeben, was die Bevölkerung verunsichert habe.

Hochuli streicht heraus: «Es ist deshalb besonders wichtig, dass nicht irgendwelche unbekannten Leute das Hotel gekauft haben.» Er zitiert in diesem Zusammenhang Josef Gut, der gesagt habe, er wolle mit dieser Investition «der Region etwas zurückgeben». Über die Höhe des Kaufpreises und die anteilsmässige Aufteilung der Kosten ist nichts zu erfahren.

Robert Stöckli steht nun dem «Ochsen» und dem «Adler» als Geschäftsleiter vor. Von seiner Familie, die seit 1878 am selben Standort in Muris Gastronomie tätig ist, ist die Initiative zur Übernahme des einstigen Konkurrenten ausgegangen, heisst es in besagter Pressemitteilung. Die Stöcklis verfolgen mit dem «Ochsen» seit längerem Ausbaupläne. Im vergangenen Jahr präsentierten sie unter anderem ein Projekt für einen Neubau mit 36 Hotelzimmern auf dem Areal des ­angrenzenden Caspar-Wolf-Hauses sowie für einen neuen Mehrzwecksaal. Was ist daraus geworden? Peter Hochuli nennt die Details dazu nicht. Er sagt, die neue Ausgangslage erfordere eine neue Planung, über die einzelnen Schritte werde zu gegebener Zeit informiert. Die neuen Eigentümer seien dabei auch im Austausch «mit verschiedenen Instanzen innerhalb der Gemeinde Muri».

Stets ein Betrieb offen

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, ist beim «Ochsen» ein «Teilneubau mit grossem Saal» vorgesehen. Darüber hinaus bestehe für beide Häuser Renovationsbedarf. Die Erneuerungen sollen so organisiert werden, dass stets einer der beiden Betriebe geöffnet haben werde. Das Ziel sei es, «für alle eine zeitgemässe Gastronomie anbieten zu können». Dies bedeute, dass die Restaurantlandschaft im Zentrum Muris «wieder breiter und attraktiver» werde.

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

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