Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

MURI: Ein schusseliger Engel an Heiligabend

Morgen werden Schüler das Krippenspiel «Da Himmel chunt uf d Erde» in der reformierten Kirche aufführen. Für den Initianten gab es bei der Rollenbesetzung ein kniffliges Problem zu lösen.
Esel und Engel sind auf der Murianer Bühne vereint. (Bild: PD)

Esel und Engel sind auf der Murianer Bühne vereint. (Bild: PD)

Man kann nicht behaupten, dass Bettina Lukoschus mit ihrer Begeisterung für das diesjährige Krippenspiel in der reformierten Kirche Muri hinter dem Berg halten würde. «Es ist einfach genial, wie die Kinder es machen. Dank solcher Erfahrungen weiss man, welchen Sinn Weihnachten hat», sagt die Pfarrerin.

Nach der Erstaufführung am vergangenen Sonntag steht morgen die zweite und – logischerweise – letzte auf dem Programm. Die Kirche wird zu diesem Zweck in eine Bühne verwandelt. 15 Kinder spielen die Geschichte «De Himmel chunt uf d Erde» des bekannten Kinderliedermachers Andrew Bond.

Weihnachten ist für alle da

Die Handlung in Kürze: Der schusselige Engel Zetnael hat seinen Heiligenschein verlegt, weshalb er zu spät zur Besammlung kommt und nicht auf die Erde mitreisen darf, wo der Engelschor ein Konzert gibt. Da die Chorleiterin ihren Dirigentenstab ver­gessen zu haben scheint, reist Zetnael auf eigene Faust hinterher. Unterwegs trifft er auf Gestalten, die von der Norm abweichen – ein halbblinder Esel oder ein gehbehindertes Mädchen etwa – und begeistert diese, seinen Weg zu teilen. In Jesus’ Geburtsstall in Betlehem reift schliesslich die Erkenntnis, dass Weihnachten ein Fest für alle ist, egal ob sie «normal» sind oder nicht.

Es ist das vierte Krippenspiel, das seit 2013 in Muri aufgeführt wird. 2015 war Pause, weil die Kirche renoviert wurde. Seither gibt es unter anderem neue Audio- und Beleuchtungsanlagen. «Ich sitze in der ersten Reihe und spiele an meinem iPad rum», erläutert Bettina Lukoschus ihre Rolle als Regisseurin, die auch für das Licht zuständig ist. Der Initiant des Krippenspiels ist ihr Kollege, der Pfarrer Hansueli Hauenstein, der auch die knifflige Aufgabe der Rollenverteilung verantwortet. Da dieses Jahr gleich zwei Mädchen die Hauptrolle spielen wollten, entschied er geradezu salomonisch, dass diese sich die ­Rolle im rund 40 Minuten langen Stück teilen sollen. Begleitet wird die Aufführung von der Jugendband Sound Lights um Mario Ineichen, die normalerweise in den Gottesdiensten auftritt. Schauspieler für das Stück zu finden, sei nach Angabe von Lukoschus «in diesem Jahr besonders leicht» gewesen. Nach dem Schreiben an alle reformierten Haushalte innerhalb der Kirchgemeinde seien immer mehr Kinder zur Orientierungsversammlung gekommen. «Und keines ist abgesprungen», sagt Lukoschus – natürlich hellauf ­begeistert.

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.