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MURI: Mit Bildern zu Worte kommen

Fünf Männer von der sozialen Institution «Murimoos werken und wohnen» haben im Rahmen einer Masterarbeit ein Fototagebuch geführt. Die Aufnahmen werden ausgestellt.

Arbeiten – wie jeden Tag – und doch sind die Bilder des Fototagebuchs abwechselnd und vielseitig. Fünf Männer, die in der Institution «Murimoos werken und wohnen» einer Arbeit nachgehen, haben während acht Monaten ihren Alltag in Bildern festgehalten. Die Idee stammt von Petra Köchli. Die 31-Jährige ist seit fünf Jahren landwirtschaftliche Mitarbeiterin von Murimoos. Sie absolviert momentan berufsbegleitend den Master of Science in Natural Ressource Sciences der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Wädenswil. Das Projekt mit den fünf Murimoos-Klienten ist ihre Masterarbeit. Als Abschluss wird eine Auswahl der Bilder in einer Ausstellung gezeigt. Vom 8. März bis Ende Mai bleiben die Bilder im Sämi Holliger-Saal auf dem Areal der Institution.

Petra Köchlis Ziel ist, «den Wert von Care Farming bezüglich körperlicher, psychischer und sozialer Gesundheit sowie Lebensqualität für Klienten mit psychosozialen Problemen im geschützten Arbeitsbereich sozialer Institutionen zu erörtern». Köchli erklärt, was mit Care Farming gemeint sei: Menschen mit besonderen Bedürfnissen arbeiten in kommerziell bewirtschafteten Landwirtschaftsbetrieben mit. «Normale landwirtschaftliche Tätigkeiten werden genutzt, um die mentale, körperliche und soziale Gesundheit einer breiten Klientel zu fördern», erläutert die 31-Jährige weiter.

Mit Klienten meint sie Menschen mit klar definierten «medizinischen oder sozialen Bedürfnissen» – etwa psychiatrische Patienten, Suchtpatienten oder Menschen, die an einer Depression leiden – oder solche, die aus Gründen wie Stress oder Übergewicht einer Arbeit im ersten Arbeitsmarkt nicht mehr nachgehen können.

Gegenwärtig bietet die Institution «Murimoos – werken und wohnen» 20 Männern mit unterschiedlichen psychosozialen Problemen einen geschützten Arbeitsplatz in den landwirtschaftlichen Betriebszweigen Grünbetriebe und Tierhaltung.

Die Sujets wurden frei gewählt

Die fünf Männer aus den genannten Betriebszweigen haben mit ihren Smartphones oder Digitalkameras über 500 Fotos gemacht. Ausgestellt werden deren 25. Die Auswahl hätten die «Fotografen» getroffen, stellt Petra Köchli klar und sagt weiter: «Es wurden keine konkreten Themenfelder festgelegt. Die Wahl der Sujets wurde den Fotografen selbst überlassen. Sie befinden darüber, was in ihrem Alltag wert ist, fotografiert zu werden.»

Einen Einblick in die Erfahrungswelt

Es ist das erste Projekt dieser Art an der Institution Murimoos. Das Übergeordnete der 31-Jährigen ist: «Ich möchte die Öffentlichkeit über Care Farming informieren und die Wichtigkeit, die dieses für die darin betreuten Personen haben kann.» Mit den Fotos gibt sie den Murimoos-Männer eine Stimme: «Die Ausstellung ermöglicht es, die Klienten von Murimoos ‹zu Worte› kommen zu lassen.» Weiter bekomme man einen Einblick in die Erfahrungswelt der Menschen, welchen Care Farming zugute kommt.

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

Hinweis

Die Vernissage findet am Donnerstag, 8. März, 17 Uhr, im Sämi Holliger-Saal im «Murimoos – werken und wohnen» statt. Anmeldungen werden über p.koechli@murimoos.ch bis am 1. März entgegengenommen.

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