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MURI: «Unser Motto hat rundum gestimmt»

Nach der Austragung der Vereinswettkämpfe der Aktiven wurde das Kantonalturnfest mit einer fulminanten Schlussfeier beendet. Wetterglück und Besucherrekorde prägten die achttägige Grossveranstaltung.
Cornelia Bisch
Elegant und dynamisch: die Kleinfeldgymnastik der Aktiven des STV Sins.

Elegant und dynamisch: die Kleinfeldgymnastik der Aktiven des STV Sins.

Schon von weitem waren die mitreissenden Takte der Gymnastikvorführungen sowie die begeisterten Jubelrufe und der Applaus der Zuschauer am letzten Wochenende zu hören. Dutzende von Wertungsrichtern hatten alle Hände voll zu tun, um die erstklassigen Darbietungen fachgerecht zu benoten. Auf dem Bachmattengelände wurden Leichtathletikwettkämpfe ausgetragen sowie die Fachtests Volleyball, Korbball, Allround und Unihockey. Im grossen Turnzelt fanden attraktive Stufenbarren-Vorführungen statt. Wer eine Pause brauchte, konnte sich auf einer der selbstgezimmerten Schaukelliegen oder Bänke bequem ausruhen und diese auch gleich käuflich erwerben. Allerdings musste man sich dabei ranhalten, denn die behaglichen, originellen Liegen gingen weg wie warme Weggli. Auch ein Bad in der Bünz oder der Badi Muri bot sich zur Erholung an, ebenso wie ein Besuch in der Lauf- oder Barrebeiz, im Steigrotto, der Wiilounge oder der Duschbar. Alles unter einem Meter zwanzig Lebensgrösse vergnügte sich auf der gigantischen Kletter-Hüpfburg oder bei allerlei Ratespielen. Ging den Hunderten von Taschentelefonen der Saft aus, durften sie getrost den freundlichen Herren der Handytankstelle anvertraut werden, welche die Geräte ans Netz stöpselten und sorgsam überwachten. Wiederum herrschte engelhaftes Strahlewetter. Ein Gewitter am Donnerstag bildete den einzigen Unterbruch. Es richtete jedoch keinen Schaden an.

Kaum, dass abends die letzten Wettkämpfe beendet waren, verwandelten sich Turnhallen und Turnzelt in riesige Massenlager, wo auch am zweiten Wochenende Hunderte von Turnern übernachteten. «Jeder erhielt eine Luftmatratze, die er anschliessend behalten durfte», erklärte OK-Mitglied Hans Bachmann. Das war Teil des professionellen Services und ein schönes Andenken für die Turner.

Grosse Schlussfeier mit Siegerehrung

Inhaltlich war das zweite Fest­wochenende dem dreiteiligen Vereinswettkampf der Aktiven gewidmet, den der STV Wettingen für sich entschied. Der zweite und der dritte Rang gingen an die Freiämter Vereine Beinwil und Wohlen. An der Schlussfeier am Sonntagmorgen mit grossem Fahneneinzug wurden die Sieger in aller Form geehrt. Eine spektakuläre Gymnastikdarbietung mit 128 Frauen jeden Alters krönte den Anlass. Die Festredner Regierungsrat Alex Hürzeler, Jörg Sennrich, Präsident des Aargauer Turnverbandes, sowie OK-Copräsident Josi Winiger äusserten sich voller Dankbarkeit und Begeisterung für das gelungene Turnfest. «Ich konnte viele Eindrücke und Ideen für das Eidgenössische Turnfest 2019 in Aarau sammeln», sagte Hürzeler. Er wird dem Fest als OK-Präsident vorstehen.

Nach dem ersten, sehr heissen Festwochenende, bei dem die Jugend- und Einzelwettkämpfe sowie verschiedene Spieldisziplinen ausgetragen worden waren, hatte das OK für die zweite Festetappe weitere Duschmöglichkeiten geschaffen sowie zusätzliche Schatten spendende Zelte mit Gastroangeboten. «Der Aufwand hat sich gelohnt», sagte OK-Copräsident Fredy Klausner. Denn das KTF 2017 in Muri erlebte am letzten Wochenende einen wahren Besucheransturm. Am Samstagabend bewegten sich laut Schätzungen des OK rund 12000 bis 15000 Personen auf dem Festgelände. Dank der äusserst grosszügigen Ausmasse desselben sowie des umfang­reichen Unterhaltungsangebots wurde man des gewaltigen Ansturms Herr, und es herrschte eine zwar ausgelassene, aber friedliche Stimmung.

«Wir können uns wirklich glücklich schätzen», sagte OK-Copräsident Josi Winiger. «Unser Motto ‹Us puurer Froid› hat rundum gestimmt. Das Fest ist von A bis Z gelungen. Das Wetter, die Stimmung, das gesamte Helferteam, alles passte einfach.» Auch Mitglieder der Regionalpolizei hätten sich positiv geäussert. Angesichts der enormen Anzahl an Festgästen sei alles sehr friedlich verlaufen. Es gab weder nennenswerte Zwischenfälle noch schwere Unfälle. «Genial war, dass neben den Turnern und ihren Angehörigen auch viele Besucher aus dem Freiamt kamen. Genau das wollten wir, ein Fest für die Region», so Winiger.

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

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