NACH WAHLEN: Die FDP springt der SVP vom Karren

Die FDP mag erstens nicht Juniorpartner der SVP sein. Und will zweitens vermehrt auf «grüne Themen» setzen. Das sei auch liberal.

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Vincenzo M. Pedrazzini, Parteipräsident der FDP Schwyz. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Vincenzo M. Pedrazzini, Parteipräsident der FDP Schwyz. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Die FDP des Kantons Schwyz leckt sich nach den Wahlen vom vergangenen Sonntag die Wunden. Sie will nicht mehr als stimmenlieferndes Anhängsel der SVP betrachtet werden, sondern als Partei mit eigener Politik. Dazu will die Parteileitung vermehrt auch auf «grüne Themen» setzen, heisst es in einer Mitteilung der Freisinnigen.

Dementi vom Chef
Dass die Liberalen im Kantonsrat Juniorpartner der SVP sein sollen, dementiert FDP-Parteipräsident Vincenzo Pedrazzini vehement, schreibt die FDP. «Wir sind ganz sicher nicht Juniorpartner der SVP. Wir gehen unseren Weg weiter und schliessen dort Allianzen wo es aus unserer Sicht notwendig ist. Nicht mehr und nicht weniger.» Damit vollzieht die Parteileitung einen bereits am Wahlsonntag angekündigten teilweisen Bruch mit der SVP. Übereinstimmungen zwischen FDP und SVP dürfte es vor allem in der Finanzpolitik geben.

Parteipräsident Vincenzo Pedrazzini äusserte sich an der ersten Geschäftsleitungssitzung der FDP des Kantons Schwyz vom Dienstag auch zu den Regierungs- und Kantonsratswahlen. «Natürlich ist es bedauerlich, dass die FDP mit einem erwiesenermassen hervorragenden Kandidaten ihre zwei Sitze nicht halten konnte. Anderseits freut uns das sehr gute Resultat von Regierungsrat Peter Reuteler.»

Nationale Politik Schuld
Dass auch die FDP im Parlament Sitze gegen die SVP verlor, ist keineswegs ein Verdikt gegen die politische Arbeit der Protagonisten, sondern ganz einfach ein Resultat der Geschehnisse in der nationalen Parteienpolitik. «Das ist schade, schliesslich hat die FDP mit ihrer seriöser Arbeit in Kommissionen und Parlament massgeblich zum heutigen Wohlstand im Kanton Schwyz beigetragen», heisst es in der Mitteilung weiter.

Harry Ziegler

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Schwyzer Zeitung.