NACHGEFRAGT: «Denken nicht an ein zentrales Kunsthaus»

An der Vernissage der «Kunstszene Schwyz» hat Jurypräsident Peter Fischer, Direktor des Kunstmuseums Luzern, einen kantonalen Kunstraum gefordert. Das sagt Regierungsrat Walter Stählin dazu.

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SVP-Regierungsrat Walter Stählin. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

SVP-Regierungsrat Walter Stählin. (Bild Andrea Schelbert/Neue SZ)

Stählin: Dieses Anliegen wird seit mehreren Jahren von verschiedenen Seiten an uns herangetragen, sei es von der Künstlervereinigung oder von einzelnen Kunstschaffenden. Und zwar nicht nur von bildenden Künstlern, sondern beispielsweise auch von Theaterschaffenden. Ich finde das Anliegen berechtigt. Wir sind zurzeit mit verschiedenen Partnern am Diskutieren, um Räumlichkeiten zu bekommen. Mehr kann ich dazu im Moment noch nicht sagen.

Der Kanton Schwyz wird also bald ein eigenes Kunsthaus haben?

Stählin: Wir denken nicht an ein zentrales Kunsthaus mit dem Kanton als Träger. Dafür einen geeigneten Ort zu finden, wäre in unseren geografischen Verhältnissen ohnehin schwierig. Uns schwebt eine dezentrale Lösung vor, mit Räumen im inneren und im äusseren Kantonsteil. Am liebsten würden wir uns in bestehende Strukturen einmieten und sie den Künstlern für Ausstellungen oder Theaterprojekte zur Verfügung stellen.

Wann dürfen die Schwyzer Künstlerinnen und Künstler mit solchen Räumen rechnen?

Stählin: Ich denke, dass wir im nächsten Jahr konkrete Ergebnisse präsentieren können.

Was passiert mit dem Kunstraum Chatzenstrick bei Einsiedeln?

Stählin: Die Suche nach einer neuen Lösung ist noch im Gang. Für uns hat der «Chatzenstrick» keine Priorität. Er ist eher zu klein. Wir suchen grössere Räume.

Elvira Jäger/Neue SZ