NARRENMESSEN: «Kirchen-Shows» sind Bistum Dorn im Auge

Was ist an Narrenmessen anstössig? Ist der Bischof ein Mann ohne Humor? Der Sprecher des Bistums Chur nimmt erstmals Stellung.

Drucken
Teilen
Nüssler führen an der Narrenmesse 2009 in der Pfarrkirche Schwyz ihren Tanz auf. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Nüssler führen an der Narrenmesse 2009 in der Pfarrkirche Schwyz ihren Tanz auf. (Bild Laura Vercellone/Neue SZ)

Das Verbot der Schwyzer Narrenmesse gibt noch immer zu reden. Christoph Casetti, Sprecher des Bistums Chur, erklärt nun im Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung: «Die Erfahrung zeigt, dass diese Messen vom Wesentlichen der Eucharistiefeier ablenken und die Ehrfurcht vor dem Heiligsten gefährden.» Es gehe im katholischen Glauben nicht darum, mit Shows Leute in die Kirche zu bringen.

Wenig Verständnis für die Haltung der katholischen Kirche bringt Lukas Niederberger, Zentralredaktor des Pfarreiblattes des Kantons Luzern und ehemaliges Mitglied des Jesuitenordens, auf. «Eine Eucharistiefeier mit fasnächtlichem Inhalt muss in der katholischen Kirche Platz haben», betont er. Er sehe nichts, was einer solchen Messe entweihend sein könne. Zudem ist er überzeugt: Wäre der Bischof ein Zentralschweizer, dann hätter er nichts gegen die Narrenmesse auszusetzen.

Dominik Buholzer

HINWEIS
Alle Leserbriefe zum Thema finden Sie hier: Link »

Das ausführliche Interview mit Christoph Casetti und die Stellungnahme von Lukas Niederberger lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.