Naturgefahrenkarten bis 2011 erstellt

Bis 2011 sollen Naturgefahrenkarten für den ganzen Kanton Schwyz vorliegen. Auf dieser Grundlage werden dann in den kommunalen Nutzungsplänen Gefahrenzonen festgelegt. Die Regierung gibt Bezirken und Gemeinden zwei Jahre Zeit zur Umsetzung.

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Die Zuständigkeit für die Naturgefahrenkarten liegt beim Amt für Wald und Naturgefahren. Bis Ende des laufenden Jahres werden laut Medienmitteilung vom Mittwoch die Karten für ein Drittel des Kantons vorliegen. Gesamthaft belaufen sich die Kosten für das Projekt auf 3,5 Mio. Franken, woran Bund und Kanton je die Hälfte zahlen.

Die Naturgefahrenkarten bietet nach den Worten von Regierungsrat Andreas Barraud, Vorsteher des Umweltdepartementes, noch keinen Schutz. Bezirke und Gemeinden würden deshalb in die Pflicht genommen. Nach Vorliegen der Karten müssen sie innert zwei Jahren ihre Nutzungsplanung umsetzen.

Veränderte Prioritäten
Die "Bändigung" der Fliessgewässer ist aber nach Ansicht von Alois Rey, Leiter des kantonalen Amtes für Wasserbau, weder schutztechnisch noch ökologisch überall möglich und finanzierbar. Er rät deshalb zu veränderten Prioritäten.

Das bedeutet, dass Gefahrengebiete gemieden oder zumindest nur extensiv genutzt werden sollten. Erst wenn der nötige Schutz nicht mit raumplanerischen Mitteln erreicht werden kann, sind technisch- bauliche Massnahmen ins Auge zu fassen.

Ein 100-prozentiger Schutz ist laut Daniel Bollinger, Leiter Fachbereich Naturgefahren, ohnehin nicht realisierbar. "Wir müssen Naturgefahren als Teil unseres Lebensraumes akzeptieren und durch eigenverantwortliches Handeln vermeidbare Schäden abwenden."

sda