Neue Diskussion um Bezirke im Kanton Schwyz

Mit einer Studie ist die Diskussion um die Aufgabe der Bezirke im Kanton Schwyz neu lanciert worden. Die Regierung will aber vor einem Projekt im nächsten Jahr eine Umfrage durchführen.

Drucken
Teilen
Blick in den Schwyzer Talkessel. (Bild: Archiv Laura Vercellone / Neue SZ)

Blick in den Schwyzer Talkessel. (Bild: Archiv Laura Vercellone / Neue SZ)

Die heutige Gliederung des Kantons auf Gemeinde- und Bezirksebene ist unbefriedigend. Die beträchtlichen Unterschiede hinsichtlich Grösse und Gliederung der Bezirke erschweren die Erfüllung regionaler Aufgaben.

Die Abschaffung der Bezirke, die so genannte Gebietsreform, scheiterte vor sechs Jahren an der Urne. Bis heute gelang es nicht, die Situation zu verbessern und effizientere Strukturen zu schaffen.

Mit der Studie «Bezirke als regionale Aufgabenträger» des Instituts für Betriebs- und Regionalökonomie der Fachhochschule Zentralschweiz hat der Bezirksrat Schwyz die Diskussion um die Aufgabenteilung und die territoriale Gliederung nun neu lanciert.

Umfrage abwarten

In einer am Donnerstag publizierten Stellungnahme dankt die Kantonsregierung dem Bezirksrat Schwyz für seine Initiative. Sie zögert aber, ein neuerliches Projekt zur regionalen Aufgabenerfüllung in Angriff zu nehmen.

Die Regierung wolle vorerst klären, ob eine Reform der Aufgabenteilung und Gliederung des Kantons Unterstützung finde, heisst es in der Stellungnahme. Dazu wird im kommenden Jahr bei Bezirken, Gemeinden, Parteien und in der Öffentlichkeit eine Umfrage durchgeführt.

Erst wenn sich daraus eine breite Unterstützung ergibt, sind nach Ansicht der Regierung die Voraussetzungen für eine neue Vorlage gegeben. Sollte dies der Fall sein, werden die Bezirke und Gemeinden in die Ausarbeitung der Reform einbezogen.

sda