Neue Regeln für Wakeboarder

Nie vor 9 Uhr morgens und nie näher als 500 Meter vom Ufer: Wakeboarder und Zentralschweizer Schifffahrtsämter haben sich auf freiwillige Einschränkungen auf dem Vierwaldstättersee geeinigt.

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Wakeboarden: Der Abstand zum Ufer beträgt 500 Meter und ist freiwillig einzuhalten. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Wakeboarden: Der Abstand zum Ufer beträgt 500 Meter und ist freiwillig einzuhalten. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Wakeboarden: Der Abstand zum Ufer beträgt 500 Meter und ist freiwillig einzuhalten. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Wakeboarden: Der Abstand zum Ufer beträgt 500 Meter und ist freiwillig einzuhalten. (Bild: Archiv Stefan Kaiser)

Die Verantwortlichen der Schifffahrtsämter der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden haben sich an einem runden Tisch neue, freiwillige Regeln gegeben. Sie gelten ausschliesslich für den Vierwaldstättersee. In der Vergangenheit hatten sich Ruderer, Fischer, Gemeinden und andere Interessengruppen über die hohen Wellen und über die lauten Motoren der Boote beklagt.

Abstand zum Ufer 500 Meter

Auf dem Vierwaldstättersee soll beim Wakeboarden und bei vergleichbaren Wassersportarten, die mit schweren Motorbooten ausgeführt werden, künftig ein Uferabstand von 500 Metern eingehalten werden. Diese Sportarten sollen erst ab 9 Uhr ausgeübt werden. Damit erhoffen sich die Unterzeichner, dass die Wellen künftig nicht mehr so gross werden und der Geräuschpegel für Anwohner reduziert werden kann.

Küssnachter Becken: keine Wakeboarder mehr

Der erweiterte Uferabstand von 500 Metern bringt es mit sich, dass im schwyzerischen Teil des Küssnachter Seebeckens bis auf die Höhe Merlischachen/Burg das Wakeboarden nicht mehr ausgeübt werden kann. Die neuen Regeln ermöglichen zudem den Rudern, ihre morgendlichenTrainingsfahrten auf ruhigem See zu absolvieren. Das kommt auch den Fischern entgegen, wie es in einer Mitteilung des Schifffahrtamts Luzern heisst.

Alpnachersee: 300 Meter Uferabstand

Auf dem Alpnachersee zwischen Stansstad und Alpnachstad bestehen seit 2006 spezielle Regeln, die nach wie vor gelten. Vor 9 Uhr und von Montag bis Freitag zwischen 17.30 und 19.30 Uhr ist das Wakeboarden generell untersagt.Der Uferabstand beträgt 300 Meter.

Die Regeln treten per sofort in Kraft. Die Probezeit beträgt zwei Jahre.

Sempachersee: Kitesurfen verboten

Seit dem 1. März verboten: Kitesurfen auf dem Sempachersee. (Bild: PD)

Seit dem 1. März verboten: Kitesurfen auf dem Sempachersee. (Bild: PD)

Nicht betroffen von den freiwilligen Regeln ist das Kitesurfen auf dem Sempachersee. Die Revision der Schifffahrtsverordnung bringt es mit sich, dass diese Sportart auf dem Sempachersee seit dem 1. März verboten ist.

Zugersee: Wakeboarden in einer Zone

Wakeboarden ist auf dem Zugersee in einer vordefinierten Zone («Wasserskizone») von Juni bis September erlaubt. Ebenfalls erlaubt, jedoch mit kleinen Einschränkungen, ist das Kitesurfen. Auf allen Seen gelten die Bundesvorschriften. Dazu zählen die Geschwindigkeitsbeschränkung in der Uferzone (300 Meter vom Ufer) von 10 km/h.

Jet-Ski (Wassermotorräder) sind auf keinem See erlaubt.

pd/rem