NEUE ROTENFLUHBAHN: Es bleiben nur noch dreieinhalb Jahre Zeit

Die Chance, dass je einmal eine neue Bahn auf die Rotenfluh fährt, wird täglich kleiner. Den Initianten läuft nämlich die Zeit davon.

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Auf die Rothenfluh soll eine neue Bahn gebaut werden – doch die Zeit drängt. (Archivbild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Auf die Rothenfluh soll eine neue Bahn gebaut werden – doch die Zeit drängt. (Archivbild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Gross war die Freude im Verwaltungsrat der Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG am 26. November 2006. Denn an diesem Tag hatte die Gemeinde Schwyz mit 4054 Ja gegen 1402 Nein zu Gunsten der Rotenfluhbahn gestimmt.

Das Unternehmen soll aus der Gemeindekasse 1,8 Millionen Franken für den Bau einer neuen Bahn auf die Rotenfluh erhalten. Allerdings verfällt dieser Verpflichtungskredit nach fünf Jahren.

Er soll zudem in zwei Tranchen ausbezahlt werden. Die erste Tranche wird «mit Baubeginn bei gesicherter Finanzierung» fällig, wie der Gemeinderat 2006 festhielt. Die zweite Tranche wird nach Abschluss der Bauarbeiten ausbezahlt.

2011 müsste die neue Bahn fahren
Spätestens im November 2011 also müsste die neue Bahn mit gesicherter Finanzierung fahren. Sonst zahlt die Gemeinde nicht.

Derzeit sieht es nicht so aus, als ob dieser Termin eingehalten werden könnte. Denn der Verwaltungsrat kann nach wie vor bei der Talstation etwa 4500 Quadratmeter nicht kaufen, auf denen er eine neue Parkierungsanlage bauen möchte.

Knatsch um Landparzelle
Überhaupt noch nicht unter Dach ist zudem die gesamte Finanzierung der Bahn, die stolze 13 Millionen Franken kosten soll. Der Verwaltungsrat hat noch nicht einmal damit begonnen, neues Aktienkapital aufzutreiben. Und letztlich steht auch die notwendige Betriebsbewilligung der Behörden noch aus.

Für den geplanten Parkplatz in Rickenbach kann der Verwaltungsrat dem Besitzer der Parzelle nach wie vor keinen Realersatz, also kein anderes Land, anbieten.

Dazu läuft derzeit mehr oder weniger hinter den Kulissen ein intensiver Briefwechsel zwischen dem Verwaltungsrat und dem Anwalt des Landbesitzers, bei dem sich beide Seiten nichts schenken.

Beschwerde gegen Umzonung ist noch hängig
Auch wenn die Seilbahn Rickenbach-Rotenfluh AG hier wider Erwarten in nützlicher Frist noch eine Lösung findet: Die Parzelle in Rickenbach muss auch noch umgezont werden. Gegen diese Umzonung aber ist eine Beschwerde des Landbesitzers beim Regierungsrat hängig.

Denn eine Umzonung noch vor dem Verkauf an das Seilbahnunternehmen hätte zur Folge, dass die umstrittene Parzelle allenfalls für den neuen Zweck enteignet werden könnte. Was der Landbesitzer begreiflicherweise ebenfalls verhindern möchte.

Bert Schnüriger

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Schwyzer Zeitung.