Nideröst-Haus soll wieder aufgebaut werden

^Das abgebaute, über 800 Jahre alte Schwyzer Nideröst- Haus soll nun doch wieder aufgebaut werden. Und zwar bis 2015, im Rahmen der 700-Jahr-Feier der Schlacht am Morgarten.

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Das im 12. Jahrhundert erbaute Haus Nideröst; hier vor seiner Zerlegung im Jahr 2001. (Bild: Archiv/Neue SZ)

Das im 12. Jahrhundert erbaute Haus Nideröst; hier vor seiner Zerlegung im Jahr 2001. (Bild: Archiv/Neue SZ)

Initiantin der Idee ist die Morgartenstiftung, die nun für das Vorhaben eine Million Franken auftreiben muss.

Beim Nideröst-Haus handelt es sich um ein Wohnhaus aus der Zeit von 1176 bis 1315. Es gehörte zu den ältesten Holzhäusern Europas. Die zweigeschossige Konstruktion mit dem flachen «Tätschdach» ist typisch für ein mittelalterliches Wohnhaus der Region.

Das Haus stand in Schwyz und musste einem Neubau weichen. Es wurde 2001 nach Auseinandersetzungen zwischen Denkmalschützern und den Eigentümern unter wissenschaftlicher Aufsicht abgebaut. Ein Wiederaufbau an einem neuen Standort scheiterte am nötigen Kapital.

2005 schenkte der Kanton die Balken dem Tierpark Goldau, wobei er klar machte, dass er sich nicht an einem Wiederaufbau beteiligen würde. Ende 2010 gab dann aber auch der Tierpark bekannt, dass das abgebaute Haus in den nächsten Jahren nicht wieder aufgebaut werden soll - ebenfalls aus finanziellen Gründen.

Aufbau bis 2015

Nun startet die Stiftung der Schweizer Schuljugend zur Erhaltung des Schlachtfeldes von Morgarten (Morgartenstiftung) einen erneuten Versuch. Im Rahmen des Projekts «Morgarten 2015 - 700 Jahre Abenteuer Geschichte», der 700-Jahr-Feier der Schlacht am Morgarten, soll das Haus auf dem historischen Gelände am Morgarten aufgestellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Die Kosten für den Aufbau belaufen sich auf rund 495'000 Franken. Für die weiteren Arbeiten, Einrichtungen, technische Umsetzung der Wissensvermittlung sowie für den laufenden Unterhalt der nächsten 20 Jahre plant die Stiftung einen Betrag in gleicher Höhe ein.

Noch aber ist die Finanzierung für den Wiederaufbau nicht gesichert. Die Stiftung selber kann das Geld nicht aufbringen, sie muss sich auf Sponsoren- und Gönnersuche machen. Erklärtes Ziel der Stiftung ist es, eine Million Franken zu sammeln. Das Projekt wird nur realisiert, wenn die Finanzierung ganz gesichert ist.

sda