Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

18 Nid- und Obwaldner Künstler präsentieren ihre Werke

Die NOW 18 ist eröffnet und lädt zum Besuch ein. Nicht nur das Werk der Preisträgerin löst Begeisterung aus, sondern auch die Bilder und Installationen der übrigen 17 Künstler.
Kurt Liembd
Beim Rundgang: Lena Friedli (links) und Barbara Ruf im Pavillon Winkelriedhaus. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 15. November 2018))

Beim Rundgang: Lena Friedli (links) und Barbara Ruf im Pavillon Winkelriedhaus. (Bild: Corinne Glanzmann (Stans, 15. November 2018))

«Now» – englisch «jetzt» – beschreibt in einem kurzen Wort Aktualität und Gegenwärtigkeit. NOW steht aber auch für die Zusammenarbeit der Kantone Ob- und Nidwalden, um in gemeinsamen Ausstellungen das künstlerische Schaffen der Region zu präsentieren. Seit über 20 Jahren führen die zwei Kantone gemeinsam Kunstaustellungen durch. Eine davon ist die gegenwärtige NOW 18, an der 18 Künstler ihre Werke ausstellen.

Von den 58 Künstlern, die 2017 an der Übersichtsausstellung in der Turbine Giswil ihre Werke ausstellten, hat eine fünfköpfige Jury 18 Künstler für die Auswahlausstellung NOW 18 auserkoren, davon zwölf Männer und sechs Frauen. (siehe Box).

Qualitätsstandard ist erfreulich hoch

An der Vernissage der NOW 18, an der am vergangenen Freitag in Stans über 150 Personen beiwohnten, sagte Kuratorin Barbara Ruf: «Die 18 ausgestellten Positionen präsentieren einen vielseitigen Überblick über das Unterwaldner Kunstschaffen und reichen von Malerei und Zeichnung bis zu Installation, Video und Skulpturen.» Auffallend an der diesjährigen Auswahl seien die vielen grossformatigen und raumgreifenden Arbeiten.

Viel Lob für die Künstler gab es auch von der Jurypräsidentin Lena Friedli: «Die Vielfalt der Medien, Techniken und Stile ist sehr breit und die Qualität der ausgestellten Werke ausgesprochen hoch». In der Tat präsentiert die NOW 18 eine Vielfalt an Werken, die das aktuelle Kunstschaffen der Region abwechslungsreich abbildet. Von Malerei und Fotografie über Skulptur und Videoarbeiten zeigen die Künstler bis am 27. Januar 2019 ein breites Spektrum thematischer Fragestellungen, das sich in ihrer jeweiligen künstlerischen Praxis widerspiegelt. Spannend sind auch die Ausstellungsorte, denn auf die Kunstwerke trifft man nicht nur im Pavillon und im Erdgeschoss des Winkelriedhauses, sondern auch im Keller, im Prunkzimmer, ja sogar in der Kapelle des Winkelriedhauses. Als erweiterter Ausstellungsraum dienen überdies der Aussenraum des Pavillons und der Innenhof zwischen Pavillon und Winkelriedhaus.

Jüngste Künstlerin gewinnt den Kulturpreis

Mit der NOW 18 verbunden ist ein Wettbewerb, bei dem der Unterwaldner Preis für bildende Kunst vergeben wird. Eine Fachjury unter Präsidentin Lena Friedli, Kuratorin Akku Kunstplattform in Emmenbrücke, hat diesen Preis Olivia Abächerli vergeben (wir berichteten).

Lena Friedli: «Es war kein einfacher Entscheid, die Jury diskutierte engagiert und intensiv.» Jedoch habe die Installation von Abächerli das Interesse der Jury sofort geweckt, habe fasziniert, überrascht und schliesslich überzeugt, erklärt Lena Friedli. Die erst 26-jährige Olivia Abächerli ist die jüngste aller ausstellenden Künstler und ist in Stans aufgewachsen. Heute lebt und arbeitet sie in Bern und Arnheim (NL). Über ihr Werk sagte Jurypräsidentin in der Laudatio: «Mit einer Mischung aus Laborsituation, Fitnessstudio, Forschungsmodell und Zeichnungsapparat entführt uns Olivia Abächerli in eine spannungsvolle, etwas mystische Welt, hinter der eine konsequent durchdachte Idee steckt.»

Ihr Werk sei eine Anregung zum Neudenken und zum Durchbrechen gängiger Schemata, so Friedli weiter. Ihr Werk habe sogar eine politische Dimension, denn es geht dabei auch um Einwanderung und Migration. Der häufig geforderten Abschottung nach aussen schlägt die Künstlerin eine andere Lösung vor: Das Boot ist eben nicht voll, wenn wir unsere Körper nicht nur vertikal, sondern auch horizontal fortbewegen. Dazu bietet Olivia Abächerli in ihrer Installation ein Trainingscenter zur vertikalen Umpolung. Neben Geräten, Objekten und Anleitungen kann anhand eines interaktiven Fragebogens ein individueller Trainingsplan erstellt und gar ausgedruckt werden.

Die Ausstellung im Nidwaldner Museum Winkelriedhaus, Engelbergstrasse 54 A, Stans dauert bis 27. Januar 2019. Öffnungszeiten: Mittwoch 14 bis 20 Uhr, Donnerstag, Freitag und Samstag 14 bis 17 Uhr, Sonntag 11 bis 17 Uhr. Geschlossen: Montag und Dienstag sowie 25./26. Dezember und 1. Januar. Öffentliche Führungen: Mittwoch, 12. Dezember und Mittwoch, 23. Januar 2019 jeweils um 18.30 Uhr. Weitere Informationen unter www.nidwaldner-museum.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.