22 Meter Ehre für den Frohsinnvater

Ehrentanne, wem Ehre gebührt: Am Samstag wurde sie in Stans bei Ruedi und Ruth Schmitter aufgestellt.

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Das Frohsinnpaar Ruedi II. und Ruth Schmitter mit Grosskind. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Das Frohsinnpaar Ruedi II. und Ruth Schmitter mit Grosskind. (Bild: Richard Greuter/Neue NZ)

Sie ist 22 Meter lang, wiegt fast 1500 Kilogramm, kommt aus dem Stanser Wald und steht nun am Wohnort von Ruedi und Ruth Schmitter. Gemeint ist die Ehrentanne, die am Samstag beim neuen Frohsinnvater Ruedi II. gestellt wurde.

Viel Fasnachtsprominenz

Der Anlass fand mit Gästen der ChriesiZunft Kehrsiten, Beggo-Zunft Beckenried, Fasnachtszunft Ennetbürgen und der Galli-Zunft Kriens statt. Mit dabei waren viele Fasnächtler, die den Schmutzigen Donnerstag kaum erwarten können - und natürlich auch Ruedi und Ruth Schmitter. «Es ist ein super Gefühl», erklärte der neue Frohsinnvater, der die ganze Zeremonie mit Interesse verfolgte. Es sei das erste Mal in seinem Leben, dass für ihn eine Tanne gestellt werde, und sie gefalle ihm. Es sei eine schöne, filigrane Tanne, so der zukünftige Frohsinnvater. Auch seine Frau Ruth freute sich: «Es ist für uns eine grosse Ehre.» Ruedi II. und Ruth, die die Frohsinn-Zunft an der diesjährigen Fasnacht prägen, genossen das Bad in der Menge sichtlich. Besonders lobte Ruedi II. die Platzwahl, denn früher stand dort eine Birke - die musste dann aber gefällt werden.

Die Arbeiten begannen bereits am frühen Morgen im Gebiet der Kreuzhütte, wo ein Forstarbeiter der Korporation Stans die Tanne fällte. Später wurde sie geschmückt und dann an ihren neuen Bestimmungsort transportiert und von Chauffeur Kurt Murer mit viel Feingefühl aufgestellt. Wohl mehrmals in die Hände spucken mussten Klaus Hess und Sepp Christen. Ihre Aufgabe bestand darin, ein fast zwei Meter tiefes Loch zu graben. Dabei wollten Hess und Christen, die diese Arbeit schon seit acht Jahren für die Frohsinngesellschaft besorgen, sicher sein, dass sie auch rechtzeitig bereit sind. «Wir haben bereits gestern mit Graben angefangen.» Vizepräsident Peter Niederberger legte sich mächtig ins Zeug und sorgte dafür, dass die notwendigen Steinkränze, die dem Stamm den richtigen Halt geben, auch ordnungsgemäss eingebracht wurden.

Guuggen sorgen für Stimmung

Dann aber waren die Guuggen an der Reihe. Mit den Stücken «Stand by me» und «Whisky» eröffneten die Schluchtä-Gruftis aus Ennetmoos die Konzertreihe und sorgten damit für krachende Fasnachtstöne. Später folgten die Chälti Sägler, die Gugge 1850 und weitere Formationen. Die Stimmung stieg mehr und mehr - und die Fastnachtsherzen schlugen sichtlich höher.

Richard Greuter