24-Stunden-Veloevent zahlt sich aus: Sportlerinnen und Sportler radelten für guten Zweck

Gleich doppelte Freude herrscht bei Initiant Peter Schmidiger und der Winterhilfe Nidwalden. Der 24-Stunden-Veloevent vom 5. und 6. Juni verlief unfallfrei und brachte 17'500 Franken für notleidende Menschen in Nidwalden.

Ruedi Wechsler
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Checkübergabe in Ennetbürgen (von links): Winterhilfe-Geschäftsführerin Cindy Bigler, Peter Schmidiger und Lisbeth Gabriel, Präsidentin der Winterhilfe Nidwalden.

Checkübergabe in Ennetbürgen (von links): Winterhilfe-Geschäftsführerin Cindy Bigler, Peter Schmidiger und Lisbeth Gabriel, Präsidentin der Winterhilfe Nidwalden.

Bild: Ruedi Wechsler
(17. Juli 2020)

Tolle Leistungen auf dem Rennrad von Peter Schmidiger, seinen Velokollegen und den Nidwaldner Spitzenathletinnen Marco Odermatt, Pascal Christen, Delia Durrer, Alessandra Keller und Nina Christen. Die Sportlerinnen und Sportler traten während 24 Stunden mächtig in die Pedalen rund um den Flugplatz Buochs und legten 708 Kilometer und 88 Runden zurück. Davon radelte Peter Schmidiger persönlich 411 Kilometer und 52 Runden. Ursprünglich wollte er 24 Stunden alleine in den Sattel steigen, holte dann aber bald seine drei Velokumpels und die fünf Nidwaldner Sportgrössen mit ins Boot.

Riesige Freude herrscht

Zum Team gehörten auch fünf Betreuer. In der Nacht auf den 6. Juni wurden die Athleten mit einem der drei Elektroautos der Garage Pargger begleitet. Die Basisstation war gleich neben dem Restaurant Nidair in Ennetbürgen im Wohnwagen von Familie Schmidiger eingerichtet. Am letzten Wochenende überreichte nun der Ideengeber dieser Veranstaltung, Peter Schmidiger, den symbolischen Check im Wert von 17'500 Franken an die Verantwortlichen der Winterhilfe Nidwalden.

Überwältigt äusserte sich die Präsidentin der Institution, die ehemalige Regierungsrätin Lisbeth Gabriel: «Wir fühlen uns geehrt und freuen uns riesig über den grossen Beitrag, den wir entgegennehmen dürfen. Ich ziehe den Hut vor Peter Schmidigers Idee und danke dem ganzen Team für den grandiosen Einsatz.» Via Ortskomitees der Nidwaldner Gemeinden werde nun das Geld an hilfsbedürftige Personen verteilt, sagte Lisbeth Gabriel.

Initiant gibt sich bescheiden

Geschäftsführerin Cindy Bigler kann es kaum fassen, dass ein so grosser Betrag gespendet wurde und ergänzte begeistert: «Wir sind von knapp 10'000 Franken ausgegangen. Man glaubt es kaum, dass der reiche Kanton Nidwalden von Armut betroffen ist und ganze Familien durch Schicksalsschläge durchgeschüttelt werden. Wir freuen uns sehr, dass wir nun genau solche Personen unterstützen dürfen.»

Glücklich und mächtig stolz blickt der Initiant Peter Schmidiger auf diesen Anlass zurück: «Dieser Vollerfolg ist nicht nur mir zu verdanken. Das ganze Radler- und Betreuerteam hat hervorragend harmoniert. Ihnen und allen Spendern möchte ich herzlich danken.» Spannend und berührend fand Peter Schmidiger die gemeinsam zurückgelegten Runden und die Kommunikation mit den Spitzensportlern mal abseits vom ganzen Rummel. «Da unterhielten wir uns zum Beispiel über den Radlerevent oder wie die Sportler mit der Coronazeit umgehen.»

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