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376 junge Gewerbler bestehen die Prüfung in Nidwalden

Stimmige Livemusik, warme Worte und Topergebnisse: Die Abschlussfeier der gewerblich-industriellen Berufe in Stans machte Festlaune.
Marion Wannemacher
Regula Wyss-Kurath, Landratspräsidentin und Mitglied der Berufsbildungskommission, wendet sich in der Festansprache an die jungen Berufsleute. (Bilder: Edi Ettlin, Stans, 6. Juli 2019)

Regula Wyss-Kurath, Landratspräsidentin und Mitglied der Berufsbildungskommission, wendet sich in der Festansprache an die jungen Berufsleute. (Bilder: Edi Ettlin, Stans, 6. Juli 2019)

Einmal den eigenen Namen ganz gross im voll besetzten Saal der Mehrzweckhalle Turmatt auf dem Beamer sehen. Ein ganzer Saal mit Kollegen, Eltern, Politikern und Behördenvertretern klatscht. Die Luzerner Band Yah Nic bringt das Publikum mit Coversongs und Eigenkompositionen zum Mitklatschen. So sah der krönende Abschluss ihrer Lehre am Samstag für die jungen Berufsfachfrauen und -männer der gewerblich-industriellen Berufe in Stans aus. Gleich zwei Feiern gab es, eine am Vor- und eine am Nachmittag. Beeindruckende Zahlen konnte Jürg Ehliger, Prüfungsleiter des Amtes für Berufsbildung und Mittelschule Nidwalden, präsentieren. «Das sind tolle Ergebnisse, das ist das, wofür Sie gearbeitet haben», sagte er. 402 Kandidaten hatten in 97 Berufen ihre Prüfung abgelegt, 376 von ihnen bestanden. 23 erhielten ihr eidgenössisches Fähigkeitszeugnis mit Auszeichnung, ein Absolvent EFZ mit Berufsmatura erzielte als beste Note eine 5,7. Den allerbesten Abschluss von allen erreichte die Pharma-Assistentin Lea Fischer aus Oberdorf mit einer 5,8. Sie wurde von der Apotheke Zelger in Stans ausgebildet. «Sie sei überglücklich», gestand die 18-Jährige in ihrem allerersten Interview. Als Kind habe sie sich gewünscht, Bäuerin zu werden, wie die Eltern. Am Samstag machte sie nicht den Eindruck, unglücklich über den Kurswechsel zu sein.

Besart Alimi erhält von Bildungsdirektor Res Schmid das Fähigkeitszeugnis zum Bäcker-Konditor-Confiseur.

Besart Alimi erhält von Bildungsdirektor Res Schmid das Fähigkeitszeugnis zum Bäcker-Konditor-Confiseur.

Ebenfalls herausragend haben Marco Niederberger aus Küssnacht am Rigi (5,7) und Jonas Tschumi aus Bettlach (5,6) abgeschnitten. Beide haben bei den Pilatus Flugzeugwerken eine Ausbildung zum Konstrukteur genossen und ausserdem ihre Berufsmaturität erworben.

Fehler nutzen, um wahres Potenzial zu entfalten

Mit einem Zitat des irischen Schriftstellers Samuel Beckett ermutigte Pius Felder, Leiter des Amtes für Berufsbildung und Mittelschule, die jungen Frauen und Männer, zu Herausforderungen. «Einmal probiert, einmal gescheitert. Macht nichts, probier’s noch einmal, scheitere wieder, aber scheitere besser,» rief er ihnen zu. Beim Lernen bewege man sich ständig zwischen Peinlichkeit und Exzellenz, hielt Felder fest.

Es sei aber ein Unterschied zwischen «Mistakes», einfach etwas falsch zu machen, und «Failure», sein Ziel nicht zu erreichen, obwohl man sein Bestes gegeben hat. «Mit Ihrem Berufsabschluss haben Sie bewiesen, dass Sie das Potenzial haben, aus Ihren ‹Failures› die richtigen Erkenntnisse zu ziehen», sagte er. «Fürchten Sie sich also auf Ihrem weiten Weg nicht vor ‹Failures›, sondern nutzen Sie diese, um Ihr wahres Potenzial zu entfalten.»

«Es ist geschafft», freute sich die kürzlich gewählte neue Landratspräsidentin Regula Wyss-Kurath (Grüne) mit den Absolventen. «Ihr habt einen guten Weg gewählt. Die Wirtschaft wartet auf euch», wandte sie sich an diese. Wyss-Kurath wünschte ihnen, dass sie ein Stück Leidenschaft und Stolz für ihren Beruf entwickeln könnten, um gern arbeiten zu gehen. Als Politikerin forderte sie dazu auf, den jeweiligen Berufsverbänden beizutreten. «Dort geht es um die Positionierung von euren Berufen, um Arbeitszeiten, Gleichstellung und faire Löhne.

«Unschätzbarer Wert für unsere Gesellschaft»

Die Ausbildung sei ein «unschätzbarer Wert für unsere Gesellschaft», betonte sie gegenüber den Arbeitgebern, Lehrmeistern und Berufsbildnern. Nur mit ausgebildeten Berufsfachleuten könne man in Zukunft mit eigenen Leuten professionell arbeiten. «Lehrlinge zwingen die Unternehmen, mit dem fachlichen Fortschritt laufend mitzuhalten», sagte die Landrätin.

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