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8 Mio. Franken für mehr Sicherheit an Nidwaldner Bahnübergängen

Der Kanton Nidwalden hat zwischen 2009 und 2017 insgesamt 36 gefährliche Bahnübergänge aufgehoben und 19 saniert. Die dafür veranschlagten Kosten von knapp 8 Millionen Franken wurden leicht unterschritten.
Philipp Unterschütz
Bahnübergang beim Bahnhof Dallenwil. (Bild: Corinne Glanzmann, 10. April 2018)

Bahnübergang beim Bahnhof Dallenwil. (Bild: Corinne Glanzmann, 10. April 2018)

Es kam zur Tragödie, als im August 2014 der Fahrer eines Minibusses mit israelischen Touristen bei einem Bahnübergang in Wolfenschiessen den herannahenden Zug übersah. Beim Zusammenprall verloren drei Personen ihr Leben, fünf wurden schwer verletzt. Möglich war der Unfall, weil der Bahnübergang nur mit einem Andreaskreuz gesichert war. Ereignisse wie dieses sind heute in Nidwalden praktisch ausgeschlossen. Alle Bahnübergänge sind nun gesichert und entsprechen den aktuellen Sicherheitsstandards, schreibt die Baudirektion in einer Medienmitteilung.

Nicht zuletzt wegen früherer, ähnlicher Unfälle wie demjenigen in Wolfenschiessen hatte das Bundesamt für Verkehr BAV den Bahnbetreibern schon 2005 vorgeschrieben, bis 2014 die bestehenden Bahnübergänge wirksam zu signalisieren oder aufzuheben. Weil die Frist für etliche Bahnen zu kurz war, wurde sie später so angepasst, dass bis 2014 nur die Gesuche um Aufhebung oder Anpassung beim BAV eingereicht werden mussten.

64 Bahnübergänge überprüft

In Nidwalden war die Zentralbahn-Linie von Hergiswil bis Engelberg betroffen. Entlang dieser Strecke waren 64 Bahnübergänge zu überprüfen. Zwischen 2009 und 2017 wurden 36 gefährliche Bahnübergänge (56 Prozent) aufgehoben und 19 Übergänge (30 Prozent) wurden saniert oder gesichert, schreibt die Baudirektion weiter. Neun Bahnübergänge (14 Prozent) mussten nicht saniert werden, weil sie bereits den neusten technischen Anforderungen entsprachen. An vier Stellen auf der Kantonsstrasse von Stans nach Engelberg wurden Strassenanpassungen realisiert, um das Überqueren der Gleise für die Bewirtschafter des dahinterliegenden Landes sicher zu machen.

Kurz vor der Tragödie stritt der Landrat über Kredithöhe

Insgesamt kosteten die Sanierungen gut 7,8 Millionen Franken. Vom Landrat genehmigt worden waren knapp 8 Millionen Franken. Das Projekt schliesst laut Mitteilung des Kantons damit um 152700 Franken oder knapp 2 Prozent unter dem Kredit ab. Wurde ein Übergang aufgehoben, erhielten die betroffenen Strassen- und Wegeigentümer eine einmalige Entschädigung zwischen 3000 und 10'000 Franken, total wurden so 211'000 Franken ausgezahlt.

Beim Start des Projekts 2009 hatte der Landrat allerdings «nur» einen Kredit von 4,7 Millionen Franken gesprochen. Mit zunehmender Planungstiefe und fortschreitenden Arbeiten an den Bahnübergängen zeigte sich aber, dass dieser nicht reichen würde. Insbesondere in Wolfenschiessen erforderten die parallele Lage von Strasse und Schiene und die vielen Querungen der Bahn im Rahmen der landwirtschaftlichen Nutzung entsprechende Massnahmen auf der Kantonsstrasse. Ein Zusatzkredit stiess 2014 im Landrat auf erhebliche Skepsis. Er wies diesen zurück und verlangte eine Kürzung. Ein paar Wochen später ereignete sich die Tragödie in Wolfenschiessen. Im November 2014 erfolgte die Bewilligung des Zusatzkredits von 3,3 Millionen Franken im Landrat.

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